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sounds2move: Zuerst mal Gratulation zu eurer Debüt-EP. Habe schon lange nicht mehr so was Starkes gehört, wobei mich das auch gleich zu meiner ersten Frage bringt: Seid ihr von der positiven Resonanz, die ihr auf „Eye for an Eye“ erhaltet eigentlich überrascht oder war euch von Anfang an klar, dass ihr ein extrem starkes Werk am Start habt?
Remo: Danke für die Blumen! Uns gefällt unsere Musik, wenn andere das ebenso empfinden, freut uns das sehr. Christoph Brandes (Besitzer der Iguana Studios Deutschland, Anm. d. Autors) hat hinter den Reglern ganze Arbeit geleistet und die Scheibe gut produziert.
Euer Bandname stammt aus der keltischen Mythologie, doch für alle unsere Leser, die damit nicht so vertraut sind, erkläre doch bitte was der Name bedeutet.
Du hast recht. „Mabon“ ist eine Figur aus der keltischen Mythologie. Im Kreis der Legenden um König Artur steht Mabon symbolisch für das begabte Kind, dessen viel versprechende Kräfte erst freigesetzt werden müssen. Demnach wird es in der Sage entführt und erst viele Jahre später mit Hilfe der Tierwelt gefunden und befreit. Ihm zugeordnet sind Harmonie, Musik und Dichtkunst. „Licht im Winter“ spendet Mabon im keltischen Jahreszyklus.
Wer von euch ist eigentlich der Experte in Sachen keltischer Mythologie oder anders gefragt, wer hatte die Idee für den Bandnamen?
Auch das wiederum ist eine lange Geschichte, aber OK, wenn du fragst... Einen passenden Namen zu finden, ist ja nicht gerade einfach; die Bedeutung von Mabon hat uns anfänglich angesprochen. Wir brachten diese damals aber mit einem ganz anderen Wort in Verbindung: „Elfstruck“, was „von Elfen erschlagen“ bedeutet. Nichtsdestotrotz schrieben wir dann eiligst auch einen gleichnamigen Song, an den sich Alteingesessene vielleicht noch erinnern, bis wir dann herausfanden, dass eigentlich der Name „Mabon“ für Musik, Harmonie und Dichtkunst steht und nicht „Elfstruck“... Den Song spielen wir heute übrigens fast nicht mehr...
Mit Monika Hagmann wird der Posten der Rhythmus-Gitarre bei euch von einer Frau besetzt. Wie seid ihr auf sie gekommen?
Ganz ordinär über eine Anzeige, die wir geschalten haben. Wir hatten es schon mit verschiedenen 6-Saitern probiert, aber niemand passte so gut wie Monika.
Gab es nie irgendwelche Zweifel oder auch Vorurteile, dass Monika dem Posten nicht gerecht werden könnte?
Wir hatten uns die „Mann/Frau“ Frage zuvor nie gestellt. Neben den musikalischen Fertigkeiten, suchten wir vor allem nach jemandem, der charakterlich zu uns passt und sich in die Band einfügt. Monika zog von Anfang an am selben Strick und das noch von derselben Seite wie wir! Mabon wurde durch ihren Eintritt komplettiert.
Als ich eure CD zur Rezension erhalten habe und mir die beigelegte Promo-Info durchgelesen habe, ist mir aufgefallen, dass ihr wohl nicht mehr so gut auf eure zwei Demos zu sprechen seid. Denn ihr bezeichnet sie immerhin als „halbgar“.
Es ist mehr die Produktionsseite, welche uns nicht zufrieden stellt. Sicher haben wir uns musikalisch auch weiterentwickelt und einen „klareren Stil“ gefunden, aber in erster Linie gefällt uns die Produktion überhaupt nicht.
Dann seid ihr wohl eine eher selbstkritische Band? Gibt es denn auch was, das ihr an der „Eye for an Eye“ EP auszusetzen habt?
Wir sind in unserem Schaffen immer sehr selbstkritisch, was sehr wichtig ist um sich weiter zu entwickeln und sich treu zu bleiben. Wir sind sehr zufrieden mit der EP. Darin steckt sehr viel Herzblut, Zeit und Geld. Wir hatten klare Vorstellungen für diese EP und haben diese kompromisslos umgesetzt. Somit haben wir, außer einem belanglosen Schreibfehler, praktisch nichts an der Scheibe auszusetzen.
Die EP ist über das Schweizer Underground Label QLR erschienen. Von QLR stammt auch die „Heavy Metal Nation“ Sampler Reihe, auf deren ersten Teil man euren Song „Fight“ hören konnte. Hat euch die Beteiligung an diesem Sampler irgendwelche Türen geöffnet oder euch einen zusätzlichen Bekanntheitsgrad beschert?
Durch den Sampler haben wir viele neue Bands kennen gelernt und Kontakte geknüpft. Der Song „Fight“, den wir beigesteuert haben, ist produktionstechnisch gesehen auch kein Lieblingskind von uns, aber wir hatten damals keine besseren Aufnahmen.
Kanntet ihr Matt und Jan (die beiden treibenden Kräfte hinter QLR, Anm. d. Autors) schon vorher oder ist der Kontakt erst über euren „Heavy Metal Nation“ Beitrag entstanden?
Ich hoffe ich liege mit der Aussage richtig, wenn ich nun sage, dass der Kontakt mit den beiden durch den Sampler entstanden ist.
Wie ich selber mitbekommen habe, sind die beiden von eurer EP hin und weg und schlichtweg begeistert davon. Ist es für euch eine Selbstbestätigung, wenn sich sogar die eigenen „Förderer“ als Fans eurer Musik outen?
Für eine gute Zusammenarbeit ist es elementar, dass man die Arbeit des Gegenüber schätzt. Wenn man sie zusätzlich noch mag, dann ist die Arbeit schon fast Spaß. Die Jungs machen einen super Job! Die Schweiz und das Musik-Biz sind ein hartes Pflaster, da braucht es eine Menge Herzblut um das aufzuweichen.
Standen neben QLR noch andere Labels zur Auswahl um eure CD zu veröffentlichen oder waren QLR die einzigen, die Interesse an euch zeigten?
Es bestand Interesse, da es sich aber um eine EP mit einer Laufzeit von 20 Min handelt, ist sie für den kommerziellen Handel eher uninteressant.
Wie von dir schon erwähnt habt ihr eure EP in den Iguana Studios in Deutschland aufgenommen. Wieso habt ihr gerade dieses Studio ausgesucht?
Der Preis spielte anfänglich bei der Suche eine Rolle. Durch Empfehlungen gelangten wir dann an die IS, wo unter anderen auch schon Necrophagist oder Unlight aufgenommen hatten. Eine super Wahl wie sich herausstellte.
Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit Produzent Christoph Brands?
Besser hätte es fast nicht sein können. Na gut, Frau Utz, die Ferienwohnung-Vermieterin hätte die Heizung vielleicht nicht erst am vorletzten Tag einschalten sollen, aber sonst...
Wir fanden alle schnell „den Rank“ und hatten viel Spaß bei der Arbeit. Unermüdlich hat Christoph alles aus uns rausgeholt. Das Top eingerichtete Studio tat sein übriges dazu.
Werfen wir nun einen kurzen Blick auf die vier Songs der „Eye for an Eye“ EP und erzähl uns bitte, was euch zu den Songs inspiriert hat.
„Mad Mission“
Mit „Mad Mission“ beschreiben wir die verrückte Reise, auf der Mabon sich auf einen schon komplett überfüllten Musikmarkt wagen und in jeglichen Belangen Vollgas geben. We are on a Mad Mission!
“Are you Blind?”
Die Kunst vieler Menschen, das wesentliche im Leben zu übersehen. Blind? Hier wird das Thema der EP wieder aufgenommen. Wir alle leben unter demselben Himmel, haben aber nicht denselben Horizont...
“Eye for an Eye”
Kurz zusammengefasst: Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein…“ find yourself in your own blood“. Der Mensch sollte nie mehr Staub aufwirbeln als er bereit ist zu schlucken.
“Chaos of Life”
Eindrücke aus der Medienlandschaft, die uns stetig umgibt. Terror, Bomben, Kindermord und die Art, wie wir immer mehr abstumpfen, ganz nach dem Motto “Ist ja weit weg“
Ihr habt unter anderem schon im Vorprogramm von Tankard oder auch Psychopunch gespielt. Wie seid ihr an diese Gigs gekommen und was gibt es über die Auftritte selber zu erzählen?
Da muss noch eine Band stehen und zwar: DRIFTER! Waren alles tolle Gigs. Die Veranstalter sahen uns bei einem unserer Konzerte und buchten uns danach als Support-Act.
Wie habt ihr die Jungs von Tankard und Psychopunch so hinter der Bühne erlebt?
Da ging einiges... Mit Tankard z.B. sangen wir Backstage beim Essen lauthals einen Song mit, den eine slowenische Punkrockband bei ihrem Soundcheck zum Besten gab. Ganz entgegen ihrem Namen hatten die Herren Bierkrüge einen 5l-Karton Wein dabei und ölten ihre Stimmen mit uns bis zum Morgengrauen im C4 (Schweizer Metal Club, Anm. d. Autors). Zu Drifter haben wir bis heute einen guten Draht, so kam der 6-Saiter Peach zu unserem letzten Gig in Zürich und wir feierten bis spät in die Nacht zusammen.
Kommen wir nun zu einem eher unerfreulichen Thema, nämlich der Schlappe beim W:O:A Metal Battle Swiss. Für mich und auch die anwesenden Zuschauer wart ihr eindeutig die Gewinner des Abends, da ihr wahrlich das Haus gerockt habt. Doch die Jury sah das anscheinend anders und hat die Tessiner Band Morbus Gravis zum Gewinner ernannt. Wie steht ihr nachträglich zu der Entscheidung der Jury bzw. könnt ihr jene überhaupt nachvollziehen?
Wir finden es cool, dass Morbus Gravis gewonnen haben! Wir hatten Backstage ne super Zeit mit ihnen und Punish. Hauptsache es gewann eine richtige Metalband. Eine Schlappe war das nicht, Morbus Gravis sind eine gute Band und Punish darf man auch nicht vergessen! Wir haben noch lange gefeiert an dem Abend und wir hatten keine Zeit uns darüber Gedanken zu machen – ist halt so. Wir erhielten viele enttäuschte Reaktionen diesbezüglich. Meinungen sind wie Arschlöcher – jeder hat eine... Mangelhaft war eher die mäßige Organisation. Es wurde zum Beispiel fast keine Werbung gemacht.
Wart ihr mit dem von euch absolvierten Auftritt insgesamt zufrieden?
Es hat Spaß gemacht im Salzhaus zu rocken, besser können wir’s nicht *lacht*. Ich glaube, wir haben ganz ordentlich gelärmt...
Ihr gönnt Morbus Gravis den Sieg ganz offensichtlich, wobei solch ein faires Verhalten auch in der ach so toleranten und familiären Metal-Szene nicht selbstverständlich ist. Wie kommt es, dass ihr euch in diesem Fall so fern jeden Futterneides bewegt? Oder versucht ihr euch im Allgemeinen von solchen Neidgedanken fern zu halten?
Sie haben es verdient. Wir lernten Morbus Gravis im letzten Jahr auf dem dritten Contest, den wir je spielten im Transilvania (Schweizer Metal Club, Anm. d. Autors) kennen. Damals schieden sie aus, wir wurden Zweiter hinter Timebridge. Trotzdem hatten wir noch eine anständige Party im Anschluss. Grundsätzlich interessiert es uns nicht allzu stark, was andere denken oder machen. Konstruktive Kritik ist natürlich immer willkommen. Ich persönlich hätte mir gewünscht, dass wenigstens die schweizer Metal-Szene ein wenig Notiz von dem Event nehmen würde, aber den bekannten Schweizer Metal-Internetseiten war der Anlass keine Zeile wert, selbst die Werbepartner hielten es nicht für nötig drüber zu berichten. Auch berichtete kein einziges Fanzine über unseren Sieg beim Musicacts (Ein Musikwettbewerb, bei dem sich Mabon die Möglichkeit erspielten das Frauenfelder Open Air zu eröffnen, Anm. d. Autors). Das finde ich schade, vor allem wenn man dann immer wieder hört wie man die Schweizer Szene unterstützen will.
Aber ich gehe wohl schon recht in der Annahme, dass für euch mit einem Auftritt in Wacken ein Traum in Erfüllung gehen würde?
Den Traum träumen wir noch so lange, bis er in Erfüllung geht!
Apropos Festival: Werfen wir nun einen kleinen Blick in die nicht allzu ferne Zukunft und sprechen über eure Teilnahme am ersten Metalfest Uri. Wie habt ihr reagiert, als ihr erfahren habt, dass ihr dort spielen dürft und wie seid ihr überhaupt zu dieser Chance gekommen?
Vorher steht noch das Frauenfelder Open Air an, welches wir eröffnen werden. Das aber nur so am Rande erwähnt *lacht*. Wir spielten im letzten Jahr vier Mal im Kanton Uri, unter anderem im „La Baracca“. Die Hütte war rappelvoll, unter anderem mit Leuten vom Organisationskomitee des Metalfest. Auf das Uri freuen wir uns, da tanzte immer der Bär!
Ihr werdet dort mit einigen namhaften Bands die Bühne teilen. Mich interessiert, ob es eine bestimmte Band beim Metalfest gibt, auf die ihr euch besonders freut?
Wir freuen uns auf das gesamte Festival, denn das Line up kann sich sehen lassen. Jede Band hat Ihren Reiz, auch die Schweiz ist mit starken Bands vertreten. Einzeln hervorheben möchte ich da niemanden.
Bleiben wir noch kurz in der Zukunft. Gibt es eigentlich schon Pläne für ein vollständiges Album?
Dadurch, dass wir nur 4 Songs auf „Eye for an Eye“ verewigt haben, befinden sich noch genügend Pfeile in unserem Köcher um bald wieder loszuschießen. Die Planung läuft, wir werden voraussichtlich nicht vor 2007 ins Studio gehen, außer es findet sich jemand, der ein “großes Bisschen“ Geld über hat...
Interview: Nando Roher – www.sounds2move.de
Homepage: www.mabon.ch [31Jul2006]
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4-Corner-Interview mit Vertretern der Bands CORWEN, CROWN OF GLORY, MOTU PROPRIO und ARISE zur schweizer Samplerreihe "Heavy Metal Nation"
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sounds2move: Stellt euch doch bitte kurz namentlich vor, wie auch in welcher Band ihr spielt, welchen Posten ihr dort begleitet und was für einen Musikrichtung ihr zockt. So dass sich der Leser ein Bild von euch machen kann.
Cédric: Mein Name ist Cédric Russo, bin 23 Jahre alt und spiele Gitarre und singe in der Rumpelmetal Band CORWEN.
Heinz: Tja, mein Name ist Heinz, ich bin Sänger der Melodic – Powermetal Band CROWN OF GLORY. Aus dem Raum Luzern.
Norman: Mein Name ist Norman. Ich bin Bassist der Metal-Rock Band MOTU PROPRIO. Wir spielen einen Mix aus unterschiedlichsten Einflüssen um damit ein Maximum an Originalität, Energie und Groove zu erreichen.
Pädu: Pädu Gretler / Band: Arise / Musikrichtung: New Metal / Posten: Vocals
sounds2move: Ihr wurdet per Rundschreiben auf den 2. Teil von Heavy Metal Nation aufmerksam gemacht. Stand für euch von Anfang an fest, dass ihr euch um einen Platz auf HMN II bewerben würdet, oder gab es auch Zweifel bzw. kritische Stimmen zu vermelden?
Cédric: Kritische Stimmen gab es eigentlich keine. Allerdings sind wir ein Sonderfall, da wir als einzige Band auch schon auf dem ersten HMN Sampler vertreten waren. Das Label wollte einen weiteren Song von uns auf dem zweiten Teil drauf haben, ohne dass wir was dafür bezahlen mussten, und bekamen davon noch obendrein 40 CDs umsonst.
Heinz: Es gibt zurzeit sehr viele Samplerprojekte, die von den unterschiedlichsten Leuten lanciert werden, wobei zum Teil schwer ersichtlich ist, was der Zweck des Samplers sein soll. Bei HMN aber war für uns eigentlich sehr schnell klar, dass eine Teilname am Sampler uns die Möglichkeit gibt unsere Musik in der ganzen Schweiz zu Promoten und auch neue Kontakte mit anderen Bands zu knüpfen.
Norman: Für uns war sehr schnell klar, dass wir mitmachen wollten. Wobei wir über das Angebot überrascht waren, da wir ja nicht so richtigen Heavy Metal spielen. Wie dem aus sei, es ist für uns eine große Ehre an diesem Projekt mitzumachen.
Pädu: Generell standen wir der Sache von vornherein sehr positiv gegenüber. Aufgrund der Verbreitung des ersten Samplers, sahen wir die Teilnahme als Chance zu weiteren Hörern vorzudringen.....
sounds2move: War euch der erste Teil von HMN schon ein Begriff, oder habt ihr erst durch das Rundschreiben von diesem Projekt erfahren?
Cédric: Wie bereits gesagt, waren wir bereits auf dem ersten HMN mit dabei.
Heinz: Das ist recht unterschiedlich. Während mir der Sampler gänzlich unbekannt war, wusste ein anderer Teil der Band recht gut über den ersten Teil bescheid.
Norman: Nein wir kannten das Projekt noch nicht. Erst durch die Anfragen von QLR wurden wir auf Heavy Metal Nation aufmerksam, wie auch auf viele der Bands die auf der CD zu hören sind.
Pädu: Wir kannten HMN bereits im Vorfeld
sounds2move: Was erhofft ihr euch von der Mitwirkung auf Heavy Metal Nation II?
Cédric: Wir hoffen, da nun auch der Name Quam Libet Records bereits etwas mehr an Bedeutung gewonnen hat, uns damit ein noch breiteres Gehör zu verschaffen. Konkret gesagt hoffen wir, dass somit unser Bekanntheitsgrad steigt, und uns das mehr Möglichkeiten wie Konzerte oder Releases einbringen wird.
Heinz: Wie bereits oben erwähnt, hoffen wir mit dem HMN Sampler uns einem breiteren Publikum zu präsentieren. Vielleicht findet sich auf Grund der CD auch der Eine oder Andere Veranstalter, der an uns interessiert ist.
Norman: Für uns als Unterground Band ist HMN II eine sehr große Chance, da die CD überall in der Schweiz und teilweise auch im Ausland verkauft wird. Unsere Musik wird dadurch von vielen Leuten, einschließlich Fachleuten gehört. Wir hoffen dass dies unseren bekanntheitsgrad, vor allem in der deutschsprachigen Schweiz steigert und wir so zusätzliche Akzeptanz erlangen. (MOTU PROPRIO kommen aus dem Französischsprechenden Teil der Schweiz, Anm. d. Aut.)
Pädu: Ganz klar neue Hörer zu Erreichen....
sounds2move: Seid ihr der Meinung das euer Song, denn man auf HMN II zu hören bekommt, die Stärken eurer Band am besten Repräsentiert?
Cédric: Dieser Song, „Howard the beaver“, vereint viele Elemente die CORWEN ausmachen in dreieinhalb Minuten. Außerdem ist er ein starker Song, der ins Ohr geht ohne Lasch zu wirken, und daher würde ich die Frage mit einem klaren Ja beantworten.
Heinz: Das ist eine schwierige Frage. Ich glaube den Song der CROWN OF GLORY am Besten Repräsentiert gibt es nicht. Ich denke das wird bei den anderen Bands ähnlich sein. Es ist äußerst schwierig mit einem einzigen Song seine ganze Bandbreite zu zeigen. Ein Song alleine für sich zeigt höchstens ungefähr in welche Richtung das Ganze geht.
Norman: In der Tat ist “Let me drown” nicht gerade das Lied das unsere Band am besten Repräsentiert. Denn wir vermischen darauf eher unsere rockigen Einflüsse ohne großartige Kompromisse einzugehen…aber dennoch gefällt es uns J
Pädu: Es waren generell zwei Songs im Gespräch, welche beide gepasst hätten. Der Song ist okay um sich einen Ersteindruck zu verschaffen. Da wir aber lieber auf der Bühne abrocken empfehle ich allen die sich ein Bild machen wollen an unsere Gigs zu kommen J
sounds2move: Wie sind bis jetzt die Resonanzen auf euren HMN II Beitrag ausgefallen?
Cédric: Viele aus unserem Umfeld hören nicht solche Musik, deshalb kam von daher nicht viel Resonanz, allerdings kamen wir bei den meisten Plattenkritiken zu HMN II sehr gut weg. Leute, die unseren Sound nicht verstehen bezeichnen uns als innovativ, und diejenigen denen der Sound gefällt, deklarieren uns als etwas vom Besten auf der HMN Platte.
Heinz: Bis jetzt durchwegs positiv.
Norman: Bis jetzt hatten wir viele gute Reaktionen. Es scheint so dass die Leute unsere Musik schätzen. Viele die uns schon kannten, waren aber überrascht uns auf dem HMN II Sampler zu finden, aber auch von jenen kam nur ein Positives Echo.
Pädu: Bislang positiv....
sounds2move: Wie gefallen euch die anderen Songs auf HMN II? Könnt ihr einen Favoriten nennen?
Cédric: Wie auf jedem Sampler gibt es Songs die uns gefallen, und solche die wir überhaupt nicht leiden können. Ganz groß finden wir sicherlich mal MOTU PROPRIO, 784ITCH, P.M.T und EX-ORTATION, geiler Drummer und super Sänger.
Heinz: Da kann ich wiederum nur für mich sprechen. Einer meiner persönlichen Favoriten ist der Beitrag unserer Kollegen von Nighthunter, andererseits finde ich auch den Song von Petrified sehr gut. Alles in allem finde ich die Mischung als sehr gelungen, es ist sicherlich für jeden Geschmack etwas dabei.
Norman: Ich muss gestehen dass ich im Allgemeinen nicht so ein Heavy Metal Fan bin, bei den anderen in der Gruppe verhält es sich gleich. Dennoch gefallen mir eine Stücke auf HMN II, wobei vor allem Ex- Ortation mich überzeugen konnten. Ihre Musik ist wirklich gut gemacht und der Sänger hat eine große und mächtige Stimme.
Pädu: Generell eine Bunte Mischung, auch wenn mir persönlich nicht alles gefällt. Einen Fave gibt’s: Ex-Ortation „You can’t feel the Breath“
sounds2move: Gibt es einen Song auf HMN II der euch gar nicht gefällt? Und wenn ja wieso?
Cédric: Ja, da gibt es einige. Da wären sicherlich mal NIGHTHUNTER. Mal abgesehen davon, dass wir die Achtziger nicht leiden können und die sowieso schon lange vorbei sind, fehlt es ihnen einfach an Kreativität und Eigenständigkeit. Nicht einmal der Name ist originell. Sorry, aber es gibt tausende Bands, die solchen Sound seit über 20 Jahren spielen, und wenn man ihr Alter bedenkt, ist es auch mit dem technischen Können allein nicht getan. Auch CROWN OF GLORY, AD LACUM, REDCANDY oder CORPUS DELICTI fallen unter ein ähnliches Urteil. Meistens können wir mit der Stimme und Melodie des Sängers nichts anfangen, oder der Art des Songs. Oder sie versuchen wie jemand anderes zu klingen, ohne nennenswerten Erfolg dabei zu haben.
Heinz: Habe keinen schlechten Song gefunden
Norman: Wie schon gesagt, ich bin nicht so der Heavy Metal Fan und zahlreiche Gruppen auf HMN II klingen für mich ein wenig altbacken. Man hört bei ihnen die Beeinflussung durch andere „Legendäre“ Gruppen heraus. Zwar würde ich nicht behaupten dass sie Kopieren, aber ein gewisse musikalische Verbindung ist offensichtlich. Von daher finde ich es schade, dass diese Musiker es nicht schaffen ihr eigenes künstlerisches Universum zu errichten.
Pädu: Ja den gibt’s, aber ich will mich nicht dazu äußern, hat auch nichts mit dem Können der betreffenden Band zu tun. Ist nur nicht mein Ding....
sounds2move: Wie unter anderem die beiden Teile von HMN aufzeigen, wimmelt es im Schweizer Underground von unzähligen talentierten Metal Bands. Dennoch gelingt nur wenigen der grosse Durchbruch. Was meint ihr, wo liegt der Grund für diese miesere?
Cédric: Darüber könnte ich einen ganzen Aufsatz schreiben. Aber auf einen Punkt zusammen gebracht liegt es einfach daran, dass die Schweizer so bürgerlich und spiessig sind, dass sie Musiker nicht als Beruf sehen, höchstens als Hobby. Man will damit nichts zu tun haben, weshalb man auch die Schweizer Musikszene nicht unterstützt. Natürlich gibt es auch noch einfachere Gründe dafür, schon nur die Tatsache, dass wir ein verdammt kleines Land sind und im selbigen 4 Sprachen sprechen trägt nicht gerade zu einer unterstützenden Gemeinschaft in der Schweizer Musikszene bei.
Heinz: Das ist eine Frage über die bereits tausende von Seiten Papier geschrieben worden sind. Aber ich bin der Meinung, dass es zunehmend schwierig ist in der Masse der Neu-Veröffentlichungen den Überblick zu bewahren. Dazu kommt, dass neben der großen Menge Schweizerbands ja auch noch eine Vielzahl von Bands aus den Nachbarländern auf die wenigen Labels „einstürmen“. Folglich ist es auch schwierig sich von der Masse der Bands abzuheben. Dazu kommt sicherlich auch, dass die Labels aufgrund der schrumpfenden CD-Verkäufe sich auf so genannte „sichere Werte“ beschränken. Das Problem dürfte aber auch in anderen Ländern für deren Szene genauso empfunden werden.
Norman: Die Musikindustrie an sich ist sehr geschlossen, aber das ist überall so. Es ist sehr schwer darin Fuß zu fassen und zu überleben. In der Schweiz ist dies sogar noch schwerer bzw. härter, man muss unbedingt das Interesse der verschiedenen Medien wecken und sich dadurch einen Bekanntheitsgrad schaffen. Nur so kann man auf längere Sicht erfolgreich sein, wobei dies nur wenigen Gruppen gelingt und das merkt man auch daran, dass man immer dasselbe im Radio hört.
Pädu: Man wird allein gelassen, erhält keine Unterstützung von der Öffentlichen Hand. Generell wird man als Metal Band von den Kulturgremien immer übergangen... Des weiteren ist es extrem schwierig an Auftrittsmöglichkeiten zu kommen. Da es in der Schweiz bekanntlich nur eine Handvoll Locations gibt, die den Metal noch zelebrieren.
sounds2move: Würdet ihr sagen das die Schweiz im Allgemeinen noch zu verklemmt für Heavy Metal ist und es von daher an der nötigen Nachwuchsförderung mangelt?
Cédric: Ja, aber nicht nur deswegen. Natürlich ist es beim Heavy Metal besonders schwer, weil das ein nach wie vor „böser“ Stil der Musik ist. Aber vor allem die oben genannten Gründe sind an der Miesere schuld.
Heinz: Ich würde nicht sagen, dass die Schweiz zu verklemmt ist für Metal Musik. Die Schweizer Metal Szene wird, wie viele andere Szenen außerhalb des Mainstream, von einer kleinen Gruppe von Individualisten supportet. Das sind dann auch die Nachwuchsförderer der Szene. Die Jungs und Mädels stecken einen Haufen Zeit und Geld in irgendwelche Projekte wie Konzerte, Magazine etc. Meines Erachtens sind das auch die Leute, die mit ihrer Arbeit die Szene am Leben erhalten.
Norman: Ich denke nicht, denn das Problem betrifft nicht nur den Heavy Metal sondern auch alle anderen Musikrichtungen. Alle Künstler leiden unter demselben Problem, ungeachtet ihrer musikalischen Ausrichtung. Für den Erfolg braucht man einfach Glück…oder auch die nötigen Beziehungen J
Pädu: Absolut ! Man muss sich nur mal ansehen wer über die Förderbeiträge beim Kanton Aargau entscheidet, da wir einem ziemlich schnell klar, das man als Metalband nichts erreichen kann....
sounds2move: Braucht es aus eurer Sicht mehr Projekte wie die HMN Reihe?
Cédric: Ein definitives JA!
Heinz: Es braucht auch in diesem Bereich nicht mehr, sondern gute Projekte die breit abgestützt sind, das heißt mit Medien sowie Labelpartnern. Eine Fülle von Veröffentlichungen übersättigt den ohnehin schon überfluteten Markt noch mehr und hilft schlussendlich keinem. Dazu kommt, dass die meisten Bands es sich nicht leisten können Ihre ohnehin schon knappen Mittel in solche Projekte zu stecken.
Norman: Sicherlich wäre dies nicht schlecht, denn solche Projekte sind eine gute Chance für Underground bzw. Amateur Gruppen. Wenige von uns haben die Mittel um eine gute Produktion, die Vermarktung usw. einer eigenen CD durchzuziehen. Alleine eine EP mit vier Songs kostet in der Produktion schon mehrere Tausend Franken, vorausgesetzt man möchte ein gewisses Qualitätslevel halten. Darum möchte ich QLR für ihren Einsatz beglückwünschen und möchte sie ermutigen in diesem Sinne weiterzumachen..
Pädu: Man muss darauf achten nicht den Markt zu Übersättigen. Wenn an allen Ecken und Enden Metalsampler auf den Markt geworfen werden, leidet die Qualität.
sounds2move: Wie sieht es mit dem Zusammenhalt in der Schweizer Metalszene aus, gibt es diesen oder kocht jeder sein eigenes Süppchen?
Cédric: Das ist eben das traurigste an der ganzen Sache. Wir können hauptsächlich nur von Basel sprechen, aber wir sind uns sicher, dass es in der übrigen Schweiz nicht viel anders aussieht. Jeder schaut nur für sich. Man nimmt zwar dankend jede Hilfe an, solange man noch unten ist, aber sobald sich am Horizont schon nur der kleinste Silberstreifen abzeichnet, denken die meisten, man hätte den Durchbruch geschafft, und habe die anderen nicht mehr nötig. Und Hilfestellung für noch unbekanntere Bands gibt es dann sowieso keine mehr.
Heinz: Auch da sind die Erfahrungen sehr unterschiedlich. Ich habe eigentlich nur gute Erfahrungen gemacht. Meiner Meinung nach ist ein gewisser „Konkurrenzkampf “ gut, dadurch ist man bestrebt sich immer weiter zu verbessern. Andererseits ergeben sich dadurch auch Kontakte Synergien.
Norman: Aus meiner Sicht gibt es keinen Zusammenhalt, auf alle Fälle nicht in der Französischen Schweiz. Die einzelnen Organisatoren bevorzugen eher ihren eigenen musikalischen Style, daher ist es sehr schwer auf sich aufmerksam zu machen und dies vor allem, wenn man aus einer Randregion stammt.
Pädu: Man trifft beides an, es gibt Bands mit denen man sich auf Anhieb gut versteht und man sich gegenseitig hilft, Gigs und Adressen tauscht und den Kontakt pflegt. Dann gibt es leider auch jene die für den eigenen Vorteil über Leichen gehen....!
sounds2move:Wo liegen für euch die Unterschiede zwischen der Schweizer und der Internationalen Metal Szene (z.B. Deutschland)?
Cédric: In der Schweiz arbeitet man einfach kleinkarierter und mit weniger Hingabe und Erfolg. Jeder versucht so halbherzig was auf die Beine zu stellen, was dann eh zum Scheitern verurteilt ist. Musik wird hier auch nicht so gefördert. Es gibt weniger Radiostationen, weniger Fernsehen, keine Popakademien, und vor allem ist das musikalische Selbstbewusstsein der Schweiz sehr gering. So werden nur sehr wenige Schweizer Bands im Radio gespielt. In Deutschland betrachtet man das Ganze als eine ernstere Sache, und gibt sich auch mehr Mühe.
Heinz: Ich weiß nicht ob ich die „Internationale“ Szene gut genug kenne um mir eine Meinung erlauben zu können. Aufgrund von Gesprächen mit deutschen Kollegen, die wir anlässlich einiger Gigs in Deutschland führen konnten, zeigte sich, dass diese mit denn genau den gleichen Problemen kämpfen wie wir hier in der Schweiz.
Norman: Der Unterschied? Die Bands sind nicht unbedingt dazu gezwungen ins Ausland zu gehen, um mit ihrer Musik anerkannt zu werden.
Pädu: Ich denke die Schweizer Metalszene ist etwas träger als andere. Man bevorzugt die Dinge die man kennt und ist Neuem eher skeptisch gesinnt.
sounds2move: „Heavy Metal“ ist im Moment ziemlich im Trend. Viele Bands versuchen den Sprung in die Charts und einigen gelingt dies sogar ziemlich erfolgreich. Wie steht ihr dieser Entwicklung gegenüber, findet ihr das gut oder schlecht?
Cédric: Natürlich empfinden wir das als großartig! Der Chartsmarkt wird schon viel zulange von Anti-Gitarren Trendsounds beherrscht. Sei es monotoner Techno, bei dem es oft genug nur darum geht, den richtigen Sound zu haben um sich was einzuschmeißen und durchzudrehen, oder der Hip Hop, der heutzutage nur noch rassistisch, frauenverachtend und gewaltverherrlichend ist, ohne auch nur den Ansatz eines intelligenten Textes, wo doch bei Hip Hop der Text das wichtigste sein sollte. Und auch wenn der Rock zum tausendsten mal totgeschrieben wird, er erhebt sich doch immer wieder, und ich denken, dass hat seine Berechtigung so.
Heinz: Das ist ein ewiges Thema. Auf der einen Seite jammert man über mangelnde Resonanz und Anerkennung der Szene. Kaum gelingt einer Band der Sprung in die Major Liga schreien einige schon wieder von Verrat an der Szene und dem Ausverkauf des Heavy Metal. Dabei wird oft vergessen, dass diese Bands selber oft Jahrelang im Underground an ihrem Erfolg gearbeitet haben. Zudem sind die kommerziell erfolgreichen Bands oft auch „Einsteigerbands“ die Leuten Zugang zum Heavy Metal verschaffen. Und nicht zuletzt heißt ja kommerzieller Erfolg auch mehr Interesse seitens der Labels an anderen Bands.
Norman: Schlechte Musik hat keine Überlebenschance, wenn ihr ein gewisser Style fehlt. Nur die Besten ihres Faches hinterlassen einen Nachhaltigen Eindruck und beeinflussen somit die kommende Generation. Das Ergebnis das daraus entsteht kann beeindruckend oder auch enttäuschend aber nie uninteressant sein. Von daher finde ich diese Entwicklung gut.
Pädu: Generell finde ich das sehr positiv, da jede Metalband davon profitieren kann wenn mehr Nachfrage besteht.
sounds2move: Darf „Heavy Metal“ überhaupt gesellschaftsfähig werden? Oder geht durch das jener Biss, jene aufmüpfige und unangepasste Attitüde verloren, die oft mit Metal im Zusammenhang steht.
Cédric: Heavy Metal ist heute genau so medien- und gesellschaftstauglich wie jede andere Musikrichtung. Selbst den Punk, das Rebellenaushängeschild schlechthin, kannst du dir heute als T-Shirt bei H&M für 24.90 Euro kaufen. Die momentane Popkultur ist soweit, dass man alles und jeden vermarkten kann, ohne unglaubwürdig zu erscheinen, selbst Heavy Metal.
Heinz: Metal ist im Grunde genommen schon lange gesellschaftsfähig, denn die erste Generation Aufmüpfiger Metaller ist längst den Kinderschuhen entwachsen und haben es entgegen anders lautender Prophezeiungen ihres Erziehungsberechtigten doch zu etwas gebracht. Es ist auch immer wieder lustig wenn mit40er Kollegen nach 20 Jähriger Szene Abstinenz feststellen, dass Iron Maiden noch auf Tour sind und Lemmy noch an Leben ist.
Norman: Es ist nur Musik. Man sollte das ganze nicht so hinterfragen. Denn wenn die Musik mit der nötigen Energie gespielt wird, dann wird auch jeder sie mögen.
Pädu: Es liegt im ermessen der jeweiligen Band, wieweit sie sich anpassen will. Welche Zugeständnisse man dem Mainstream macht ist jedem selbst überlassen....
sounds2move: Viele Bands verpacken in ihren Songs politische Themen, setzen sich damit auseinander, geben aber auch ihre Meinung dadurch zum Besten. Darf Metal Politisch sein?
Cédric: Ja, das darf er ganz bestimmt. Für uns gibt es keine lyrischen Beschränkungen innerhalb des Musikstils. Genauso muss ein Punk Song nicht immer politisch sein, er darf auch ruhig einmal von Liebe handeln.
Heinz: Why not? Mir ist es in erster Linie wichtig, dass Musik Emotionen transportiert, wenn der jeweilige Künstler dann noch was zu sagen hat dann soll er das tun.
Norman: Die Politik ist nicht so relevant. Viel wichtiger ist es dass die Musik eine Botschaft hat, jene übermittelt und auch soziale und andere Probleme behandelt. Für solche Sachen ist die Musik eine hervorragende Ausdrucksform, da die Leute sehr empfänglich hierfür sind und dir auch zuhören. Und wenn der Musiker das ganze noch mit der nötigen Energie und Glaubwürdigkeit rüberbringt, dann wird es dir das Publikum mit Applaus danken.
Pädu: Natürlich darf jeder seiner politischen Meinung Luft machen, ob er dies nun in einem Song macht oder sonst irgendwie. Politisch motivierte Texte haben wir nicht. Bei uns hat jeder seine Meinung. Wir wollen niemandem sagen was gut oder schlecht ist....
sounds2move: Wirkt sich eigentlich diese Neugewonnenen Aufmerksamkeit in Sachen „Heavy Metal“ auch auf euch aus? Habt ihr auch schon einen Zuwachs an Fans oder eine zusätzliches Interesse an eurer Musik oder der Band ausmachen können?
Cédric: Leider bisher noch nichts weltbewegendes, aber n bisschen positive Resonanz ist schon rüber gekommen.
Heinz: Wir haben nie Statistik geführt, aber was auffällt ist, dass neben Altgedienten Haudegen auch vermehrt Jungs und Mädels von 15 aufwärts an den Konzerten auftauchen. Das beweist dass es für die Jungen von heute durchaus eine Alternative zu 50cent und Konsorten gibt.
Norman: Ja das können wird. Vor allem an den Besucherzahlen unserer Homepage bemerken wir jenes zusätzliche Interesse. Auch bekommen wir viele Positive E-Mails die uns Loben, was natürlich sehr erfreulich ist.
Pädu: Tatsächlich konnten wir eine Zunahme an Livegigs verzeichnen, auch die CD Verkäufe laufen gut. Es ist zu Hoffen das dieser Trend noch eine Weile anhält.
sounds2move: Nehmen wir Mal als Nationales Beispiel die Band Gotthard. Jene haben sich auf den Vergangenen Alben sehr stark dem Massengeschmack angepasst. Wie weit würdet ihr gehen, welche Kompromisse würdet ihr eingehen um auf breiter Ebene erfolgreich zu werden?
Cédric: Das ist schwer zu sagen, da man diese Frage nicht wirklich beantworten kann, bis man selbst einmal vor der Frage steht. Klar ist, dass man manche Kompromisse eingehen muss, aber man sollte sich seine Grenzen setzen, und an denen festhalten. Was für uns beispielsweise niemals in Frage käme, wäre eine Playback Performance, egal bei wem oder wofür.
Heinz: Die Frage beantwortet sich eigentlich aufgrund der vorangegangenen Antworten. Es ist sehr einfach pauschal auf so eine Frage zu Antworten solange man sie als Außenstehender beurteilt, aber sehr schwierig wenn man selbst vor der Wahl steht. Für mich ist nichts Verwerfliches daran mit Musik Geld zu verdienen. Bei CROWN OF GLORY ist es so, dass wir in erster Linie die Musik machen, die wir Privat auch hören, wenn andere Spaß daran haben, umso besser. Aber wir würden uns nie um jeden Preis verkaufen wollen.
Norman: Diese Frage ist in unserer derzeitigen Situation schwer zu beantworten. Aber wenn man mit solch einer Situation konfrontiert wird, dann trifft man oft Entscheidungen die man so vorher nicht für möglich gehalten hätte. Trotzdem müssen sich diese Musiker hinterfragen, ob jenes „kommerzielle“ System einen Sinn ergibt und somit ihre eigene Arbeit abschätzen. Auf der anderen Seite können gewisse Kompromisse der Musik gut tun, womit auch solche Songs Interessant sein können wenn man sich die Zeit nimmt und sich damit auseinandersetzt.
Pädu: Es wäre jetzt einfach zu Sagen: „Wir werden nie Kompromisse eingehen!“, es fragt sich jedoch was sich mit diesem Kompromissen erreichen lässt, was auf dem Spiel steht. Da wir uns noch nie mit solchen Fragen konfrontiert sahen, ziehen wir auch weiterhin unser Ding durch.
sounds2move: Und wo wäre der Punkt erreicht, an dem ihr sagen würdet „bis hier hin und nicht weiter“?
Cédric: An dem Punkt, an dem wir uns selber nicht mehr glauben könnten!
Heinz: Auch hier kann ich nur für mich sprechen, aber ich denke die Schmerzgrenze ist ziemlich niedrig. Ich will mir von keinem sagen lassen wir CROWN OF GLORY zu tönen hat.
Norman: Wenn es beginnt Langweilig zu werden. Denn Musik sollte einem vor allem Vergnügen bereiten.
Pädu: Ha ha, wenn wir auf Berndeutsch musizieren müssten, wäre der Punkt wohl weit überschritten....
FORTSETZUNG FOLGT…..
Interview: Nando Rohner, Ausarbeitung: Nando Rohner & Markus Rutten - www.sounds2move.de
Labelhomepage: www.quamlibetrecords.ch
Corwen : http://corwen.sikknezz.ch/
Crown of Glory: http://www.crown-of-glory.ch/home.htm
Arise: http://www.arisemusic.ch/
Motu Proprio: http://www.motuproprio.com/
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4-Corner-Interview mit Vertretern der Bands CORWEN, CROWN OF GLORY, MOTU PROPRIO und ARISE zur schweizer Samplerreihe "Heavy Metal Nation" (Teil 2)
sounds2move: Neben der Musik, welcher Arbeit geht ihr nach um euer täglich Brot zu verdienen?
Cédric: Ich arbeite momentan in einem Tonstudio, Dex arbeitet als Telefonist, und Michi besucht die Kunstschule Basel
Heinz: Markus arbeitet als Schreiner, Hungi ist Servicetechniker, Merz und Phil arbeiten als Elektromonteure, Ursi bei einer Versicherung und ich bin Staatsangestellter.
Norman: Auch wir sind nur stinknormale Leute. Einer ist Mechaniker, der andere Fliesenleger, dann wäre einer von uns noch in der Werbebranche tätig und ich selber arbeite Elektroniker.
Pädu: Nun, ich arbeite in einem Lettershop in einer Druckerei.
sounds2move: Heavy Metal ist ja nicht nur eine Musikrichtung, sondern ein Lebensgefühl oder auch eine Lebenseinstellung. Beschreibt aus eurer Sicht, was euch der „Heavy Metal“ bedeutet?
Cédric: Meine Lebenseinstellung ist nicht der Heavy Metal, und auch nicht mein Lebensgefühl. Wenn, dann wäre es die Musik generell. Ich bin einfach vom Metal am meisten angetan, weil er meine Persönlichkeit am meisten berührt und wiedergibt. Metal ist roh, laut, und kann einem sehr tiefe Gefühle vermitteln. Es ist das über Bord werfen aller gesellschaftlich auferlegten Zwänge.
Heinz: Für mich ist Metal ein Stück Freiheit, dem ich einige der Besten Momente meines Lebens verdanke.
Norman: Ich habe schon lange aufgehört nach der Musik zu leben, wobei ich nicht der einzige in der Gruppe bin, der so denkt. Wir Investieren zwar all unsere Gefühl in die Musik, aber nicht in das was die Musik umgibt. Viele die unsere Band kennen sind von uns überrascht, weil wir so ganz und gar nicht dem Klischee entsprechen.
Pädu: Seinen Emotionen freien Lauf zu Lassen. Unangepasst sein. Laut sein. Das zu Tun was man will....
sounds2move: Was gefällt euch an der Heavy Metal Szene am besten?
Cédric: Wer weiß?!
Heinz: Ich habe mich mal mit einem Bekannten der in der Schickimicki - Club-Szene zu Hause ist über dieses Thema unterhalten. Ich habe ihm darauf erklärt, dass wenn er mich im Anzug an ein Konzert oder in einen Metaller schuppen begleitet in 10-15 min. einen Gesprächspartner findet. Ich hingegen mit Tourshirt, Lederjacke und Turnschuhen „bewaffnet“ würde schon am Türsteher des Club XY scheitern. Gerade weil es in der Metal Szene viele extreme gibt sind die Metaller (bis auf einige wenige) ein sehr toleranter Haufen.
Norman: Ganz einfach. Die Energie!
Pädu: Eine latente Zusammengehörigkeit. Man sieht Leute mit einem Bandshirt und weis man hat dieselben Musikalischen Basics.
sounds2move: Und auf welche Eigenheiten der Szene könnt ihr gut und gerne verzichten?
Cédric: Siehe Fragen 9, 10, 12 und 13. Dazu noch dummes Geprolle, Frauenherablassung und Jeans Jacken.
Heinz: Auf die oben genannten „einigen wenigen“
Norman: Der ganze Rest! Nein ich mache nur Spaß!
Pädu: Es gibt leider genug Leute die an den Gigs mal einen über den Durst trinken und sich dann von der Musik zu sehr aufpeitschen lassen... Sprich, handgreiflich werden....
sounds2move: Hatte ihr auch schon mit Vorurteilen zu Kämpfen, die viele Aussehnstehende über die Metalszene bzw. über die Leute dieser Szene haben?
Cédric: Bisher noch nicht wirklich. Das Vorurteil Nr. 1 das wir zu hören kriegen, vor allem von der älteren Generation, ist: Das ist doch gar keine Musik mehr! Viele Leute fürchten sich auch vor Metallern, weil sie glauben, sie wären laut, immer betrunken und jederzeit gewaltbereit, was manchmal sogar stimmt.
Heinz: Natürlich, vor allem ärgere ich mich immer wieder über die Leute die sagen Metal sei Lärm. Die meisten dieser Leute kennen keine Band dieser Szene oder nur die Flagschiffe wie AC/DC oder Metallica und sind bei näheren betrachten erstaunt darüber wie vielschichtig die Metalszene ist.
Norman: Zu solchen Leuten behalten wir Distanz, die sollen sich um ihre eigene Angelegenheit kümmern.
Pädu: Ja, das gab es auch schon. Vor allem bezüglich der Langen Haare und dunklen Klamotten. Damals wurde man regelmäßig von den Ordnungshütern angehalten und gefilzt.
sounds2move: Wie seid ihr zur Musik gekommen? Welche Bands haben euch beeinflusst, dienen euch als Vorbild?
Cédric: Zur Musik gekommen bin ich hauptsächlich wegen NIRVANA. Damit eröffnete sich für mich damals eine neue Welt. Weitere Einflüsse sind: TOCOTRONIC, BECK, PANTERA, KORN, SLIPKNOT, MUDVAYNE, um nur einige zu nennen.
Heinz: Phil, Markus und ich sind ja Verwandt und kennen uns folglich von Kindesbeinen an. Dem entsprechend haben wir auch schon früh begonnen. Markus war als ältester etwa 16. als wir uns entschlossen unter dem damaligen Namen „Crusader“ die Welt zu erobern. Zuvor haben wir Jahre damit verbracht mit selbst gebastelten Gitarren durchs Wohnzimmer zu Rocken. Wie die anderen zur Musik gekommen sind weiß ich nicht, aber ich nehme an es wird ihnen nicht viel anders gegangen sein. Zum Thema Idole und Vorbilder. Es gibt zu viele die uns / mich im Laufe der Zeit beeinflusst und inspiriert haben. Sie alle hier zu nennen würde den Rahmen sprengen.
Norman: Jeder bei uns in der Band ist von anderen Dingen beeinflusst worden, was auch dazu führt das wir oft verschiedener Meinung sind. Doch dass kümmert uns nicht, da wir von all unseren Einflüssen dies und das miteinander vermischen und so zu einem Ganzen formen.
Pädu: Ich war acht Jahre alt, als mein Bruder mir erstmals „Number of the Beast“ abspielte. Von da an war nichts mehr wie vorher. Iron Maiden, das war meine Einstiegsdroge. Später folgten natürlich Metallica, Slayer, Judas Priest, Testament und Megadeth....
sounds2move: Könnt ihr euch noch daran erinnern, welches Album ihr euch als erstes gekauft habt?
Cédric: Das war AEROSMITH mit „Big Ones“.
Heinz: Erste MC: AC/DC – Back in Black, Erste PL: AC/DC – For those about to Rock.
Norman: The Sex Pistols J und im Metallischen Bereich müsste es Pantera gewesen sein. Ich bin erst spät zum Metal gestoßen.
Pädu: Iron Maiden „Somewhere in Time“
sounds2move: Welches war das erste Metalkonzert das ihr besucht habt?
Cédric: Hm, ....ich glaube das war PORNCHILD, eine Basler Metalband, die es heute aber nicht mehr gibt.
Heinz: Das war im zarten alter von 13 Lenzen das legendäre Superrock `90 im alten Joggeli in Basel mit AC/DC, Metallica, Mötley Crüe, Queensryche und Black Crows
Norman: Faith no More…..glaube ich. Eine großartige Erinnerung! Wahrscheinlich einer der Gruppen, die ihre Epoche am meisten beeinflusst haben.
Pädu: Metallica im Joggeli, Basel (1992) Mit The Cult und Suicidal Tendencies als Vorbands
sounds2move: Und wann und wo habt ihr selber eueren ersten Live-Auftritt absolviert? Könnt ihr ein wenig darüber erzählen?
Cédric: Mit 15 Jahren mit meiner damaligen Schülerband INHALE auf dem Abschlussball. Jaja, ...die Anfänge.....
Heinz: An den ersten Auftritt mit CROWN OF GLORY erinnere ich mich gerne zurück. Das war am 27.05.2000 im Down Town Club in Solothurn zusammen mit den Kollegen von Pertness. Währen des Konzertes ging die Endstufe in Rauch auf, was uns unser damaliger Drummer wild mit den Armen rudernd anzuzeigen versuchte. Ein Bild für die Götter.
Norman: Das war an einem Dorfest. Wir waren dementsprechend Nervös und auch schlecht. Damals hatten wir noch versuchsweise eine Sängerin in der Gruppe, doch es war nicht sehr überzeugend. Das muss ich eingestehen.
Pädu: Oh je, das war ca. 1993 an einer Geburtstagsparty in einer Waldhütte. Wir waren Grottenschlecht! Zum Glück hatten die Besucher und wir genug Alkohol in griffweite um diesen Umstand überspielen....
sounds2move: Viele Bands aus der Undergroundszene spielen Coverversionen von bekannten Songs. Habt ihr auch Coverversionen im Angebot oder gibt es einen Song den ihr gerne Mal auf eure Art neu einspielen würdet?
Cédric: Das mit den Coverversionen ist so eine Sache. Für uns gibt es nur zwei Gründe dafür, wann man eine Coverversion machen darf. Einerseits wenn man den Song in einer viel besseren Version spielt, oder wenn man ihn derartig umgestaltet, dass man Mühe hat ihn zu erkennen. Alle anderen Arten eine Coverversion zu machen sind wie Heavy Metal Solis: Reines Gewichse um sich groß zu tun, oder seine mangelnde Kreativität zu überdecken!
Heinz: Wir haben uns eigentlich schon früh entschieden nur mit eigenem Material zu arbeiten. Wir haben lediglich zwei Songs aufgearbeitet, die ehemalige Bandmember von ihren Vorgängerprojekten mitgebracht haben. Erst dieses Jahr (2005) wurden wir von einem Veranstalter für einen Gig unter dem Motto „Breaking the Reinheitslaw“ gebucht mit der bitte das alle Bands des Abends den Priest Klassiker „Breaking the Law“ spielen sollen. Wir haben uns auf dieses Experiment eingelassen und den Song so arrangiert, dass er tönt wie ein CROWN OF GLORY Song. Das Ergebnis hat den Leuten so gefallen, dass der Song bei den letzten Gigs ein fester Bestandteil des Sets geworden ist.
Norman: Wie versuchen das spielen von Coverversionen zu vermeiden, trotzdem übernehmen wir ab und zu gewisse Einflüsse von anderen Bands.
Pädu: Wir haben derzeit zwei Covers in der Hinterhand, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Zum einen Slipknot „Duality“ zum anderen Pennywise „Bro Hymn“
sounds2move: Gibt es eine Coverversion von einer etablierten Metalband, die euch besonders gut gefällt? Wenn ja welche wäre das und wieso?
Cédric: Metalbands haben ihre liebe Mühe damit, gute Coverversionen zu machen. Aber die gesamte zweite Platte von Fantomas, welche ja praktisch nur Coverversionen enthält, finde ich umwerfend. Total eingängige Filmmelodien derart unkonventionell zu bearbeiten ist eine Meisterleistung. Andersherum gibt es eine Basler Country Band namens HANDSOME HANK AND HIS LONESOME BOYS die eine supergeile Coverversion von SOUNDGARDEN’s “Black Hole Sun” gemacht haben. Unbedingt reinziehen!
Heinz: Eine wirklich gelungene Coverversion finde die neue Interpretation des Accept klassikers „Metal Heart“ von Dimmu Borgir. Aber auch Nightwish’s Version von Gary Moores „Over the Hills and far away“…und, und, und.
Norman: Nein, ich wüsste keine.
Pädu: Das ist für mich ganz klar Nevermore mit „Sound of Silence“ ! Was die Jungs aus diesem Song gemacht haben ist einfach Wahnsinn. Schon mit dem Judas Priest Cover „Love Bites“ haben die Kerle gezeigt das sie Songs nicht nur einfach nachspielen sondern völlig neu interpretieren....
sounds2move: Wenn ihr im Allgemeinen so eine Art „Best of“ von Heavy Metal Songs zusammenstellen müsstet, welche vier Songs würde ihr auswählen und wieso?
Cédric: Anthrax: Indians / System of a Down: Sugar / Korn: Blind / Probot: „Ice cold man”
Heinz: Vier Songs...tja es gibt so viele tolle Songs Z.B.: Pretty Maids – Future World / Stratovarious – Hunting high and Low / Metallicas – Master of Puppets / Subway to Sally - Ohne Liebe……Ach es gibt einfach zu viele
Norman: Buh diese Frage ist unmöglich zu beantworten. Es gibt so viele gute Songs, da kann ich mich nicht auf nur 4 Stück festlegen.
Pädu: Fear Factory „Demanufacture“ – Dieser Song ist eine Lehrstunde in Sachen Brachialität und Bombast! Eine der fettesten Produktionen aller Zeiten! Slayer „Raining Blood“ – Muss man dazu noch was sagen? Slayer, Slayer, Slayer! Judas Priest „Painkiller“ – Ein tritt in die Familienjuwelen von den Metal Gods! Halsbrecherische Riffs, Pumpender Rhythmus, Halfords schneidender Gesang. Einfach nur geil! Nevermore „Dead Heart in A Dead World“ – Ein apokalyptischer Rifforkan. In jeder Hinsicht erhaben....
sounds2move: Ich nenn nun ein paar Bandnamen und ihr sagt mir bitte eure Meinung zu den Bands:
Queen
Cédric: Sehr große Künstler. Obwohl ich mit ihrem Sound nicht so vertraut bin, und er mir auch nicht immer gefällt, erkenne ich die Großartigkeit dieser Band an. Die haben ja schon beinahe virtuose klassische Musik gemacht.
Heinz: Eine Götterband, mit einem Göttersänger schlicht eine Legende
Norman: Wow! Es ist schwer diese Band noch mehr zu Loben, als dies nun schon gemacht wurde. Von den großen sind sie die ganz großen.
Pädu: Genial, sie haben wohl ein eigenes Genre verdient. So zeitlos wie Queen ist keine andere Band. Zudem hatten sie einen der großartigsten Sänger aller Zeiten.
Iron Maiden
Cédric: Nicht so mein Fall. Haben sich nie verändert oder weiter entwickelt. Der dumme Freddie grinst einem ja nach 30 Jahren immer noch von Albumcover aus an.
Heinz: Die eisernen Jungfrauen, eine Band mit vielen Ups and Downs. Verantwortlich für viele Klassiker des Heavy Metal
Norman: Oups es ist wirklich notwendig, dass ich antworte? Ich war nie Fan. Vor allem wiederholen sie sich nur und das seit 25 Jahren.
Pädu: Haben wohl einige der bedeutendsten Metalsongs geschrieben. Sind für mich eine der größten Bands überhaupt. Doch leider auch eine große (Live) Enttäuschung. Der Gig im Hallenstadion war eine Katastrophe! Sorry, aber das war echt Sch..sse!
Black Sabbath
Cédric: Auch eine großartige Band. Für die damalige Zeit echt neu und revolutionär. Besonders der Gitarrist hatte Riffs drauf, die fast schon überirdisch waren.
Heinz: In ihren Anfängen genial sicherlich wegweisend für viele nachfolgende Metal Bands. Nach dem Weggang von Ozzy und Ronny ein Schatten der einstigen Sabbat die höchstens noch durch ihre ewigen Reunion Gerüchte von sich reden macht.
Norman: Ich habe diese Gruppe noch nie gehört, sondern das Zeitalter einfach übersprungen. Ich kann mir nun schon die Kommentare der Leser vorstellen ;)…trotzdem sind sie wohl eine bedeutende Band.
Pädu: Genregründer und Überväter der Metalszene, haben leider nicht die Konsequenz von Iron Maiden gehabt.
Nightwish
Cédric: Konserven-Metal der übelsten Sorte. Eine sexy Frauenstimme und ein nerviges Keyboard reichen nicht aus, um Altbackenes zu übertünchen.
Heinz: Eine Band die zu Recht erfolgreich ist. Ein Wegbereiter für eine ganze Metal sparte. Tolle Songs, tolle Stimme und tolle Musiker. Haben durch ihren Erfolg viele Neider.
Norman: Kein Kommentar ;)
Pädu: Naja, sie haben viel erreicht mit Ihrem Sound. Vor allem im Fahrwasser von Evanescence! Mir gefallen The Gathering wesentlich besser...
Rammstein
Cédric: Eine große deutsche Band dieser Jahre. Früher habe ich wie so viele nicht verstanden, was sie genau machen, ich dachte es wären einfach Nazis. Oder Typen die sich einfach als Nazis ausgeben um erfolgreich zu sein. Aber besonders ihr Album „Reisen, Reisen“ ist der Hammer. Man merkt dabei, dass sie sich weiterentwickelt haben, und sich nicht scheuen, das auch zu veröffentlichen. Die machen Kunst!
Heinz: Für mich ein Beispiel für die rohe Energie die Metal transportieren kann. Neben anderen Bands sicherlich DER Wegbereiter für viele Bands mit deutschen Texten. Und eine geniale Live Band habe noch nie so viele Pyro Effekte auf einem Haufen gesehen machen sogar Kiss Konkurrenz
Norman: Grosse Musik, aber kein guter Groove
Pädu: Bis zum Album „Mutter“ fand ich die Jungs echt zum Kotzen. Doch dann sah ich spät abends auf Viva das Video zu „Sonne“. Das hat meine Meinung schlagartig geändert! Nach „Mutter und „Reise Reise“ sind sie für mich ganz klar die beste deutschsprachige Band.
Samael
Cédric: Kenne ich nicht so gut, aber was ich kenne finde ich geil!
Heinz: Eine Schweizer Band die es geschafft hat. Die Pioniere des mit Samples versetzten Düstermetals. Vor allem durch ihre `96 Album „Passage“ und die `99 Scheibe „Eternal“ sind richtungweisend für eine ganze Generation. Zusammen mit Celtic Frost wohl die Band, welche die Geschichte des Black und Death Metal am meisten mit geprägt hat.
Norman: Noch nie gehört
Pädu: Die beste Schweizer Liveband ! Sie haben Ihren eigenen Stil kreiert. Keine andere Band klingt wie Samael.
Shakra
Cédric: Kenne ich nicht
Heinz: Die Jungs von Shakra, eine lustige Truppe mit denen es immer vie zu Lachen gibt. Wir hatten das Vergnügen schon mehrere Male im Vorprogramm der Berner Rocker spielen zu dürfen. Ich hoffe, das ihnen die neue Plattenfirma und ihre neue CD den Erfolg bring den sie verdienen.
Norman: Kenn die Band nicht.
Pädu: Dazu kann ich mich nicht äußern. Ich weis wer sie sind, kenne ihre Arbeit aber nicht....
Ayreon
Cédric: Kenne ich nicht
Heinz: Arjen Anthony Lucassen! Der holländische Tausendsassa. Der sich nach fünf Vengeance Alben mit seinem Ayreon Projekt einen Meilenstein Erschaffen hat, und neben her noch in unzähligen Nebenprojekten und Gastauftritten sei Können beweist. Einfach spitze. Mein Favorit ist Star One – Space Metal.
Norman: Auch dieser Name sagt mir nichts
Pädu: Interessantes Projekt, ein Sammelsurium der besten Sänger im Rock/Metalbereich. Musikalisch ansprechend, für mich persönlich zeitweise etwas zu Retro....
sounds2move: Könnt ihr einen Künstler oder eine Band aus der Mainstream Szene nennen, der euch besonders gefällt und wieso?
Cédric: TOOL, MUDVAYNE, BECK, MARYLIN MANSON, SEVENDUST, TOM WAITS, PRIMUS, BEATSTEAKS, usw.
Heinz: Robbie Williams, der hat sich von seinen Fesseln lösen können und ist zum Trendsetter geworden. Robbie ist trotz Mainstream noch für Skandale gut, also hat er sich ein klein wenig Rock `n Roll bewahrt.
Norman: Ich mag Gruppen wie Limp Bizkit, auch wenn ich nicht jeder ihrer Songs gut finde. Sie sind halt ein typisches MTV Produkt, die einem gewissen Schema entsprechen. Aber trotzdem gefällt mir wie überzeugend sie Groove und Energie miteinander vermischen und auch die Leistung von Fred Durst respektiere ich. Auf der anderen Seite wären da noch Audioslave, wobei ihr letztes Album eher ein Kompromiss und sehr Kommerziell war. Trotzdem finde ich es gut und die Stimme von Cornell ist wirklich außergewöhnlich. Ihre Alben anzuhören ist für mich das reinste vergnügen.
Pädu: Oasis, es sind zwar Selbstverliebte, arrogante, hochnäsige, egozentrische, psychopatische Idioten, aber sie können verdammt gute, eingängige Songs komponieren.....
sounds2move: Und welcher Künstler oder Band aus der Mainstream Szene gefällt euch ganz und gar nicht? Und wieso?
Cédric: Alles was phantasielos und eine Beleidigung fürs Ohr ist. All diese betont sexuellen Acts, bei denen sogar der dümmste Bürger schnallt, dass die Musik explizit für den Konsumenten gemacht ist.
Heinz: Alle diese Retorten Bands die von einer Plattenfirma gecastet werden um a