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Bands: Nowhere / Corwen
Location: Rock City (Uster /Schweiz)
Datum: 24.März 2006
Anlass: Support your local underground
Autor: Nando Rohner
Wenn ein Konzertabend unter dem Banner "Support your local underground" firmiert, dann sollte es wohl jedem klar sein, dass man es noch mit ehrlicher Musik von der Basis zu tun bekommt. Und so präsentierten sich an diesem Abend zwei Bands, die noch Musik um der Musik willen spielen und es im Rock City ordentlich krachen ließen.
Den Anfang machten die Rumpelmetaller von Corwen, deren Musik alles ist nur nicht leicht zu umschreiben. Denn wie auch schon auf ihrem Debütwerk "Im Schatten des Lichts" , zelebrierte die Band auch Live ihr ganz eigenes musikalisches Verständnis.Somit war ihr Auftritt eindeutig eine "Love it or Hate it" Angelegenheit, wobei meine Wenigkeit durchaus gut unterhalten wurde. Schon mit dem eröffneten "The Land of Booze" gelang es Corwen eine mächtige Gitarrenwand aufzubauen, die einem Roh und Brutal aus den Boxen entgegenschalte. Und genau jene dreckige und fiese Attitüde, die sich wie ein roter Faden durch alle Songs schlängelte, machte jenen Auftritt so speziell und auch hörenswert. Sei es nun mit bekannten Stücken wie dem alles zerschmetternden "Howard, the Beaver", dem tollwütigen "Es Kilo Fleisch", dem rockigen "handkerchief" oder auch neuen Songs wie z.B. "Helmet", Corwen hinterließen durchgehend einen ehrlichen und überzeugenden Eindruck. Und als Belohnung hierfür bangten sich zwei begeisterte Fans vor der Bühne den Verstand aus dem Leib, wobei die restlichen Zuschauerreaktionen durchaus auch positiv ausfielen. . Nach ca. 45 Minuten war der Spuck dann leider auch schon vorbei, verabschiedeten sich Corwen ganz artig und konnten die Gewissheit mit nach hause nehmen, dass sie einen sehr soliden Auftritt absolviert hatten.
Als zweite, und letzte Band des Abends, betraten Nowhere die Bühne und es fiel auf, dass einige Fans der Band ins Rock City gefolgt waren. Denn schon mit dem ersten Song konnten Nowhere eine mehr als ordentliche Publikumsreaktion ernten, wobei dieser Standart während der gesamten Auftrittes gehalten werden konnte. Im Allgemeinen machte die Band ihre Sache ganz gut, vor allem wenn man bedenkt dass die Mitglieder allesamt noch sehr jung sind. Und so mag man es Nowhere auch verzeihen, dass sie nicht so eigenständig wie Corwen rüber kamen, sondern sich an einer bekannten Mischung aus Grunge und Alternativ-Rock orientierten. Jene wurde dann aber auch technisch sehr überzeugend dargeboten, rockte die Band motiviert durch einen Song nach dem anderen und verkniff sich dabei größere Patzer. Das Publikum dankte es ihnen mit mächtig viel Action vor der Bühne, und mit immer wieder ertönenden Nowhere" Rufen. Und trotzdem war nach 60 Minuten auch für Nowhere Schicht im Schacht, wobei der verdiente Applaus der Band den Abgang merklich versüßte.
Nando Rohner - http://www.sounds2move.de/ / 28.März 2006
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Majesty of Silence „Lichtstille“ – Plattenkritik / VÖ 28.02.2006

Ganze drei Jahre haben sich die Schweizer Black / Dark Metaler von Majesty of Silence zeit gelassen, um einen Nachfolger zum viel gelobten Zweitwerk "But there's a Light" nachzuschieben. Im anbetracht der Schnelllebigkeit innerhalb der Szene, in der so manche kleine Band nach längerer Abstinenz in Vergessenheit gerät, ist dies eine nicht unerhebliche Zeitspanne. Doch das Warten hat sich gelohnt!
Auf „Lichtstille“, so der Name des dritten Majesty of Silence Werkes, wird dem Hörer nichts Geringeres als ganz großes Kino dargeboten. Mit einer fast schon beängstigenden Selbstverständlichkeit erschaffen Majesty of Silence eine durch und durch mystische und erhabene Atmosphäre, und zelebrieren jene auf einer Spiellänge von über 60 Minuten. Dabei werden dank der mannigfaltigen musikalischen Umsetzung, die Gestade der Langeweile und Eintönigkeit geschickt umfahren. Jeder Song auf diesem Album strotzt nur so vor Ideen und magischen Momenten, nach denen sich so manch andere Band die Finger lecken würden. In jeder Hinsicht können Majesty of Silence überzeugen, sei es mit dem harschen Black Metal oder dem epischen klaren Gesang, den träumerischen Keyboardmelodien, den messerscharfen Gitarrenriffs oder den verschiedensten Tempowechsel. Und die Tatsache dass die Songtexte sowohl in Englisch als auch in Deutsch gehalten sind, sorgt hierbei noch für zusätzliche Abwechslung. So hämmern einem Songperlen wie das vorantreibende „To Eternity“, das bedrohliche und mit geilem Gitarrenpart ausgestattete „Verwelken der Zeit“, das epische „Under the Forest“, das von wunderschönen Keyboardklängen getragene „Embrace this Way“, das erhabene „Hasses Schönheit“, das leicht psychische und mächtige „Dornenreich“, das Nackenbrecherische „The Gate Guardian“ oder das fast zehnminütige Epos „Zerbrochene Scherben“ entgegen, wobei sich jeder dieser Songs als ein wahrer Ohrwurm entpuppt. Doch da wäre ja noch jene düstere und Gänsehauterzeugende Hymne namens „Father Storm“, die es mir besonders angetan hat, und dennoch stellt sie nur ein weiteres Highlight dieses extrem starken Albums dar. Tja, und schon ist es passiert, habe ich doch glatt alle vorhandenen Songs aufgezählt und als potenzielle Anspieltipps empfohlen. Somit sollte es nun wohl jedem klar sein. dass man auf „Lichtstille“ auch nach intensivstem Hördurchgang keinen einzigen schlechten Song vorfinden wird, und ein Highlight das nächste Jagd.
Majesty of Silence haben mich mit ihrem dritten Album vollkommen überzeugt und begeistert, wobei ich mir sicher bin dass es auch dem geneigten Hörer so ergehen wird. Denn mit „Lichtstille“ haben die Schweizer ein kleines Meisterwerk kreiert das innerhalb der Eidgenössischen Metalszene seinesgleichen sucht, und auch die internationale Konkurrenz nicht zu scheuen braucht. Jeder Fan von atmosphärischem, epischem und erhabenem Black und Dark Metal, sollte sich dieses Album keinesfalls entgehen lassen.
Eine absolute Kaufempfehlung von mir! Beziehen kann man das Album über QLR ( www.quamlibetrecords.ch/ )
Nando Rohner - www.sounds2move.de / 10.03.2006
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CORWEN | Im Schatten Des Lichts
Quam Libet Records [Cover]
La première chose qui frappe, c'est la lourdeur et la noirceur dans lesquelles Corwen évolue. Une espèce de doom stoner modernisé comme en témoignent par exemple 'Vom Grün Ims Fall'm' ou 'The Land Of Booze', mais cantonner le groupe à un style précis est très difficile, celui-ci se forgeant, à grands coups de riffs ultra lourds, une identité propre. Enfin quand je dis propre, je devrais plutôt dire sale, lourde, oppressante et surtout très très heavy. Les guitares sont grasses à souhait et le chant (en allemand) passe du clair au hurlé d'une chanson à l'autre en démontrant que l'allemand peut être une langue très appropriée pour ce style de musique. Certains morceaux sont totalement décalés comme 'Es Kile Fleisch' digne d'un morceau grind ultra court et ultra brutal. Au total, huit morceaux + deux remixes + deux morceaux repris en acoustique (qui apportent réellement quelque chose ; la différence entre ces deux morceaux en électrique et en acoustique étant très intéressante) + une vidéo pour 'Howard, The Beaver', bref on en a pour son argent là.
www.corwen.sikknezz.ch [Indy]
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EX-ORTATION | Bulletproof
Quam Libet Records [Cover]
L'intro de l'album peut faire penser deux secondes qu'on va avoir affaire à un groupe electro… Perdu ! Ex-Ortation c'est du power thrash à la Pantera qui vous arrive tel un coup de poing dans la gueule. Bref, pas beaucoup de subtilité mais ce n'est pas le but recherché avec ce style. Ce qui m'a surpris à la première écoute, c'est la puissance et le grain de la voix du chanteur très comparable à un certain Max... Leur meilleur morceau est sans doute 'Bulletproof', classique mais ultra efficace, avec son intro toute calme qui tranche avec des riffs ultra heavy. S'ensuivent des 'You Can't Feel The Breath' ou 'Kill Myself' monstrueux en puissance, 'Scarface' à la fois lourd et rythmé ou 'Things That Never Change…' qui est une véritable machine à mosh pit. Moi je vous le dis, Ex-Ortation c'est du très bon, on leur reprochera sans doute le manque d'originalité, fuck it, c'est comme reprocher à un boxeur de faire toujours la même chose sur un ring. Écoutez Ex-Ortation, pétez tout et vivez heureux !
www.ex-ortation.com [Indy]
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CORWEN "Im Schatten des Lichts" (Doomcore)
(Quam Libet Records)
Fies und dreckig. Das ist der Sound von Corwen. Die Songs kommen wie dickflüssige Lava aus den Boxen gekrochen und verbreiten Beklemmung. Den Jungs von Corwen ist eine sehr intensive CD gelungen, die hervorragend in die trüben Herbst- und Wintertage passt. Das liegt einerseits an dem düsteren, kranken Sound und andererseits an dem Gesang. Herrlich.
Es finden sich insgesamt 12 Songs auf der CD, wobei 2 Stücke ("Handkerchief" und "Stampfer" zusätzlich als Unplugged-Nummern enthalten sind. Das Video zu "Howard the Beaver" ist auch mit von der Partie. Die beiden Remixe "äkiloshit (youarewhatyoueat)" und "nearlynotverstampft" sind allerdings so überflüssig wie ein rostiger Nagel im Auge oder eine Bundeskanzlerin namens Angie. Industrial-Noise, schlimmer als Dive auf Koks und rückwärts. Diese beiden Tracks bekommen von mir das Prädikat "Platzverschwendung". Die 8 "regulären" Songs allerdings bekommen das Prädikat "hörenswert". Auf der Webseite http://corwen.sikknezz.ch gibt's Hörproben. Und kaufen könnt ihr die CD über www.thereapercomes.de. Anchecken lohnt sich für morbide Geister. (chris)
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Corwen – Im Schatten des Lichts (Quam Libet)
Text: Eve
Bild: Cover
[Cover]
Wenn die Sonne tiefer sinkt und die Schatten länger werden, dann kriechen Corwen aus ihren Löchern und verbreiten Angst und Schrecken. Düster und unendlich böööhse stampfen sie Blümchen in den Boden, klauen Kindern Lollis und tragen so dazu bei, die Welt ein kleines bisschen schlechter zu machen. Sie bevorzugen finstere, verruchte Orte und Grauen und Alpträume gehören zu ihnen wie zu anderen Licht und Sonnenschein. Dex`s Drum und Michaels Bass schlagen erbarmungslos die „schwarze Trommel“ und Cedrics heftige, druckvolle Gitarre singt dunkle Melodien während er seinen Frust in die Welt hinaus schreit als würde er sonst daran ersticken. Mit viel elektrischen Spielereien und teils frisierter Stimme springt ihre Musik von Metal zu Punk, von Rock zu Grunche und kommt wutentbrannt, unbezähmbar, aggressiv, wild und deftig daher. Vom „Hovard the beaver“, von dem im Übrigen auch das Video auf der Rondelle ist, zum „Stampfer“, bis hin zum Schattendasein eines Junkies im „Metadonprogramm“ und „Gestern an der Kreuzigung“, von der sie nicht ganz sicher sind, ob sie nun dabei waren oder womöglich doch nicht?, machen sie durchaus den Onkelz aus Deutschland Konkurrenz. Aber auf den Remix „äkiloshit“ hätten sie allerdings verzichten können. Es klingt in etwa so, als würde man im Radio einen Sender suchen und hat mit Musik nicht viel zu tun. Auch der zweite Remix der Scheibe ist nur mit viel Nachsicht und gutem Gehörschutz geniessbar. Aber bitte die CD deswegen nicht gleich ausschalten, denn wer dass macht, verpasst was... Also nur zwei Traks (die Remixes) überspringen, denn die beiden anschliessenden Unplugged-Juwelen sind die volle und ganze Aufmerksamkeit mehr als wert. Mit rauchiger Stimme, toller Gitarre und Trommel sind den Baslern zwei langsame, depressive und absolut geniale Stücke gelungen.
CD anhören und bestellen
www.corwen.sikknezz.ch
[Trespass.ch, 24Oct2005]
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CORWEN - Einen eigenwilligen Mix aus Rock, Metal, Alternative und Doom haben die Schweizer Corwen auf ihren Debüt "Licht des Schattens" für die Ewigkeit konserviert. Warum dieses Album laut unseres Nando als "voller musikalischer Paranoia" zu bezeichnen ist erfahrt ihr h i e r . mr : 08.10.2005
Corwen "Im Schatten des Lichts" - Plattenkritik / VÖ 24.09.2005
"Wer oder was sind Corwen?", werden sich wohl viele Leser fragen, die sich dazu entschlossen haben, meiner bescheidenen Kritik ein wenig Aufmerksamkeit zu schenken. Von daher möchte ich nun erklären dass Corwen weder eine Doom-, eine Alternativ-, eine Rock- oder Metal-Band sind, sondern alles in einem. Dabei präsentiert die aus Basel in der Schweiz stammende Band ein ganz eigenes Musikverständnis, bei dem weder auf Konventionen, Massentauglichkeit und normale Hörgewohnheiten Rücksicht genommen wird. Mit Im Schatten des Lichts legt die Band ein Debütwerk hin, das in seiner Grundstruktur nicht paranoider, in der Umsetzung nicht schräger und im Gesamtbild nicht verstörender ausfallen hätte können.
"Wie soll ich diese Musik umschreiben?", diese Frage stellte ich mir beim Anhören von Im Schatten des Lichts, als ich mir schon Gedanken um die zu schreibende Kritik machte. Denn der Sound, den Corwen kreieren, ist so ureigen, so speziell und auf Genregrenzen pfeifend, dass man das ganze fast nicht in Worte fassen kann. Egal, ob eine schwere Doomnummer (The Land of Booze), eher rockige Klänge (handkerchief), ein 30 sekündiger Wutausbruch (Es Kilo Fleisch), technoide Störgeräusche (äkiloshit(youarewhatyoueat) oder auch zwei Songs, die in einer besinnlicher Akustikversion zum Besten gegeben werden (Stampfer und handkerchief), das Album steckt voller musikalischer Paranoia. Jene äussert sich auch im Gesang, der von Aggressivität durchzogen ist, ungeschliffen aus den Boxen dröhnt und Texte vorträgt, die teils in Deutsch und in Englisch verfasst sind. Zu keinem Zeitpunkt machen es Corwen einem leicht, es wird einem in keiner Form ein Kompromiss angeboten: Entweder man mag das Dargebotene oder man mag es nicht. Dabei ist diese Grundeinstellung durchaus respektvoll zu würdigen, da es heutzutage einem kommerziellen Selbstmord gleichkommt, solch ein sperriges und auch verschrobenes Album wie Im Schatten des Lichts zu veröffentlichen. So biedern sich Corwen in keiner Weise an, zeigen sich vollumfänglich dem Underground verpflichtet, was sich auch in der rohen aber zum Sound passenden Produktion äußert.
"Hasst mich oder liebt mich!", scheint einem dieses Album förmlich entgegenzubrüllen, da hier beim besten Willen keine genaue Zielgruppe angesprochen wird. Vielmehr wird bei diesem Werk nur der persönliche Geschmack darüber entscheiden, ob man damit etwas anfangen kann oder nicht. Ich für meinen Teil finde Im Schatten des Lichts höchst interessant, da es sich dabei um ein Album handelt, das man nicht alle Tage in die Lauscher geknallt bekommt. Solche Werke sind das sprichwörtliche Salz in der Suppe, die wohl nur vom toleranten Musikfan wirklich gewürdigt werden, da hier noch etwas Eigenes dargeboten wird, ohne tausendmal gegangene Pfade zu beschreiten. Aus meiner Sicht ist bei Im Schatten des Lichts ein Reinhören durchaus Pflicht - und da wir schon beim Thema Reinhören sind, dann ladet euch doch auf der Labelhomepage ein paar MP3-Dateien runter und bildet euch am besten eine eigene Meinung. Ansonsten bleibt noch zu sagen, dass man dieses Album auch außerhalb der Schweiz, nämlich über Heavy Horses Records [in Deutschland] beziehen kann.
Nando Rohner – www.sounds2move.de/ / 07.10.2005
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EX-ORTATION - Bulletproof
Stilrichtung: Metal, Newmetal, Thrashmetal
CD Name: Bulletproof
CD Typ: CD Album
CD Cover: [Cover]
Datum Release: 27.08.2005
Datum Review: 27.10.2005
Review Autor/in: Luc Bischof
Die Zürcher Band stellt uns mit "Bulletproof" bereits ihren vierten Longplayer vor. Euch sollten sie also ein Begriff sein, denn sie sind schon lange dabei und haben schon für so illustre Bands wie Death oder Overkill eröffnet. Ihre Musik würde ich als modernen, groovebetonten Thrash Metal bezeichen.
Das nun vorliegende Album wurde in Eigenregie produziert und die Band konnte damit einen Deal bei Quam Libet Records einheimsen.
Die CD umfasst elf Songs und ein Intro, wobei sich darunter ein Remix eines Albumtracks befindet. Groove und Aggressivität sind die Hauptmerkmale des EX-ORTATION-Sounds und so gehen alle Tracks gut nach vorne los. Der Riff regiert die Songs. Ab und zu werden zur Auflockerung auch getragenere, melodiöse Parts eingeschoben. Ein paar Samples und Keyboards dienen ebenfalls diesem Zweck. Den Gesang würde ich dem Hardcore-Shouting zurechnen. Dies trägt, neben den Riffs, wesentlich zur aggressiven Stimmung von "Bulletproof" bei. Beim Opener "Scream" kommt eine Gastsängerin (Gerlinde Ninaus) zum Einsatz, die einen guten Job abliefert. Sie tönt recht Heavy Metal-mässig, was diesen Song sehr abwechslungsreich macht. Selten sind die Songs länger als fünf Minuten. Dies ergibt ein kompaktes Bild, die CD wirkt wie aus einem Guss. Nur der Remix von "And That's That" fällt aus dem Rahmen und für meinen Geschmack ist er auch eher überflüssig, denn ich kann mit Techno-Beats nicht allzu viel anfangen und bevorzuge klar die Variante mit den Stromgitarren.
Aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich (nicht) streiten. Meine Favoriten sind "Scream", "Kill Myself" und "Hidden Gun".
Wie erwähnt haben EX-ORTATION diesen Silberling selbst produziert und das Resultat kann sich hören lassen. Ziemlich druckvoll und auch transparent. Wobei mich dünkt, dass das ganze ein bisschen höhenlastig ist und der Bass etwas zu kurz kommt. Er ist zwar in den tiefen Frequenzen präsent, man kann aber wenn die Gitarren brettern nicht wirklich hören, was er spielt. Bei den Passagen, wo die Gitarren dezent oder gar nicht spielen ist der Klang aber gut.
Spieltechnische Mängel konnte ich keine ausmachen. Man merkt, dass hier alte Hasen am Werk sind.
Die Aufmachung der CD ist auch ok. Das Cover passt zum Titel und es sind alle nötigen Infos vorhanden.
Abschliessend bleibt mir nur noch übrig Euch diese CD wärmstens zu empfehlen, denn was hier geboten wird muss sich vor niemandem verstecken. Die Songs ballern und sind auf den Punkt gespielt. Und auch die Arrangements können überzeugen.
Kaufen!!!
www.ex-ortation.com
Bewertung: 85% von 100%
CD Produktion: 80%
Technisch: 85%
Cover / Inlay 80%
Songwriting 85%
Sympathiepunkte: 90%
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EX–ORTATION – Bulletproof
Quam Libet Records/K-Tel
Ex-Ortation stammen aus gut Old Switzerland und haben eine gute neue Platte, die sich "Bulletproof" nennt, am Start. Soweit so gut, doch was können wir von diesem Quartett erwarten? Früher hat man sich dem Death Metal unterworfen, heute ist man auf den Metalcore Zug aufgesprungen. "Bulletproof" beinhaltet zwölf Nummern, die durch Mark und Bein gehen und einen richtiggehend erschüttern. Sänger Marco Böhlen brüllt sich die Seele aus dem Leib, Gitarrist Pat Hitz produziert richtig gut abgehende Maschinengewehrsalven, da wird in nächster Umgebung alles niedergewalzt, tollen Gitarrensound hat der Mann. Die Rhythmus-Sektion von Ex-Ortation ist auch nicht ohne: Giuseppe Girotti zupft den Bass und zu guter Letzt sorgt Drummer Chrigi Tierney, dass die Band einen ordentlichen Beat verpasst bekommt. Die Truppe wirkt reifer auf ihrem vierten Album, es wird variabel gezockt, will heissen nicht andauernd voll auf die Glocke, sondern zwischenzeitlich lässt man es gemütlicher angehen, was aber nicht bedeuted, dass man an Härte einbüsst. Dass das Material live zünden wird, ist ohne Zweifel, den Ex-Ortation sind in ihren Grundgerüsten ja eine exzellente Live-Band, die ich schon erlebt habe (Nouveau Monde). Tja Jungs, bleibt zu hoffen, dass viele Fans sich Bulletproof reinziehen, denn das Material ist richtig gut geworden. Ich werde Ex-Ortation auf jeden Fall im Auge behalten, denn schweizweit sind sie auf jeden Fall in den vorderen Regionen daheim.
Daniel J.
Punkte: 9.0 von 10
October 2005
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EX-ORTATION "Bulletproof" (Modern Metal) [26.09.2005]
(Quam Libet Records)
Riffs, Riffs und noch mal Riffs. Die Schweizer Garde EX-ORTATION ballert euch die Riffs um die Ohren, dass es eine wahre Pracht ist. Stakkato-Riffs, Groove-Riffs und schädelspaltende Riffs geben sich ein munteres Stelldichein und die Songs werden von dezenten Keyboard- und Sample-Einsätzen abgerundet. Der kräftige Brüll-Gesang gefällt sehr gut, vor allem, wenn er mit den Kreisch-Vocals kooperiert. Angesiedelt irgendwo zwischen Thrash Metal und Nu Metal und mit einer Prise Fear Factory-Präzision garniert, kracht diese Scheibe mächtig gewaltig! Ich habe die CD jetzt auf Heavy Rotation gehabt und muss sagen: Hut ab! Der kleine Kraftbrocken macht auch noch nach dem 15. Durchlauf Freude! Lediglich zum Schluss sind ein oder zwei Songs nicht ganz zwingend und der Remix von "And that's that" ist ein Industrial-Werk, welches nicht schlecht ist, aber im Großen und Ganzen etwas stört. Anspieltipps sind diesmal wirklich schwer auszumachen, aber "Scream", "Bulletproof" und "Scareface" sind Knaller vorm Herrn. Unter www.ex-ortation.com gibt's einige Soundsamples und Infos zu unseren schweizer Nachbarn. (chris)
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Ex-Ortation - Bulletproof (2005)
Stil: Neo Thrash / Metalcore
Label: Quam Libet Records
Punkte: 9/13
Spielzeit: 47:51
Zehn Jahre ist es mittlerweile her, dass Ex-Ortation (damals noch Exhortation) mit "The Last Trial" ihr erstes Album veröffentlichten, welches wohl noch den meisten ein Begriff sein wird. Vom Death Metal der Anfangstage entfernte man sich dann aber rasch und so haben Ex-Ortation 2005 mit ihrem frühen Schaffen nicht mehr viel gemeinsam. "Bulletproof" ist eine sehr modern ausgerichtete Neo Thrash-Scheibe und knüpft nahtlos an die letzte Veröffentlichung "Orbit" an, von der man die Hälfte der Songs gleich auch noch auf "Bulletproof" gepackt hat.
Nach dem Intro folgt erstmal ein Schock: Die unsägliche weibliche Gaststimme im ersten Song klingt nach männlichem Kastratengesang aus den tiefsten 80ern und macht den Refrain völlig zunichte. Glücklicherweise bleibt dies aber der einzige gesangliche Totalausfall, denn fortan wird in bester Metalcore-Manier gebrüllt, was das Zeug hält. Dass schweizer Neo Thrash-Formationen mitunter sehr abwechslungsreich und kreativ zu Werke gehen, haben ja beispielsweise Lunacy und Mana Prime auch schon bewiesen, indem sie jeweils einen sehr originellen Stil entwickelten. Ex-Ortation stehen den erwähnten Kollegen diesbezüglich aber in nichts nach und präsentieren uns einen beachtlichen Ideenreichtum. Der Wiedererkennungswert der einzelnen Lieder wird gross geschrieben und so tritt das genreübliche Problem, dass alles sehr ähnlich klingt, nicht im Geringsten auf. Die Riffs sind erfreulicherweise grösstenteils mitreissend und wirkungsvoll eingesetzt. Nebst brachialen Gitarren und aggressiven Shouts werden immer wieder wohldosierte Cleangitarren, Klargesang und dezente synthetische Unterstützung eingestreut.
Unverzichtbar für ein gutes Metalcore-Album ist eine fette Produktion und die haben Ex-Ortation auf "Bulletproof" auch verpasst bekommen. Der Schlagzeugsound ist zwar einmal mehr sehr klinisch ausgefallen, aber er passt gut in die etwas unterkühlte Atmosphäre. Freunde ungeschliffener Klänge werden wahrscheinlich anderer Meinung sein.
Ich muss eingestehen, dass ich mich nur für wenige Bands aus dem Modern Thrash / Metalcore-Sektor mit Nu Metal-Einschlag begeistern kann. Auch "Bulletproof" ist für mich keine Offenbarung, sondern einfach eine abwechslungsreiche, mächtig groovende Scheibe, die manchmal etwas unspektakulär, insgesamt aber durchaus zu empfehlen ist.
Tracklist:
01. Going Online (intro)
02. Scream
03. Bulletproof
04. You Can't Feel The Breath
05. Kill Myself
06. Scarface
07. Last Shot
08. Against
09. And That's That
10. Things That Never Change
11. Hidden Gun
12. And That's That (Remix)
Bandkontakt:
EX-ORTATION, Fischbacherstrasse 13, 5620 Bremgarten
contact@ex-ortation.com
http://www.ex-ortation.com/
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Ex-ortation - Bulletproof (Quam Libet/K-Tel)
Text: Monthy
Bild: Cover
Ex-ortation sind nichts für Warmduscher, eher schon fürs Heiss-Kalte. Heiss wird einem jedenfalls ganz sicher und ganz schnell an einem Gig der Industrial-Trasher. Fürs Kalte über den Rücken runter sorgen hie und da eingebaute Feinheiten aus Sampling und Keys. So im Intro oder im mitreissenden Revoluzzer "Against" als Klanglandschaft, ansonsten eher in den auch vorhandenen Tunes, die man allerdings schon etwas heraushören muss aus dem Lärm, den die Jungs da machen. Ein gelungenes Experiment ist der temporäre Zuzug von Rockröhre Gerlinde Ninaus von Ninaus im fantastischen "Scream", die tönt wie Doro Pesh zu besten Zeiten. Ist übrigens downloadbar über die Labelhomepage (siehe Ende Text). Der Titelsong "Bulletproof" lässt die Ex-ortation-Gitarre zur Kalaschnikov mutieren und man meint förmlich den Rückschlag dieser Salve gegen die eigene Schulter zu verspüren. Starke Bässe, dominante, druckvolle und sehr präzise Riffs und gar nicht tumbes Draufhauen am Schlagzeug, eine rauhe Stimme, die auch mal klar daherkommen kann - Ex-ortation bringen mit, was wirkliche Kerle von einer Band so alles verlangen. Und sie sind live-erprobt und eingespielt. Existiert die Band doch schon seit 1992 und hat sich ihre Sporen seit ihrem 94er Debut The Last Trial im Death Metal abverdient. Mit der aktuellen Eigenproduktion Bulletproof, mittlerweile auch schon CD Nummer vier, haben sich Shouter Marco Böhlen, die Saitenteufel Pat Hitz (6) und Giuseppe Cirotti (4) sowie Taktgeber Chrigi Tierney nicht nur bei Quam Libet und K-Tel eingenistet, sondern sie bringen sie sogar zur Aussage "stolz zu sein, einen Kracher dieser Güte auf die Metalgemeinschaft loslassen zu dürfen." Recht haben sie! Ex-ortation sind hart genug, um bei dieser nicht durchzufallen, und interessant genug, um aufzufallen, auch und vor allem in Deutschland. "And that´s that", lässt sich da nur noch sagen, was auch die Band mit dem zwölften Track und einem bezeichnend technoiden Remix tut - Industrial Trash
www.ex-ortation.com
www.quamlibetrecords.ch
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Quizfrage: Wie lautet der Name jener Schweizer Band, die mit Bulletproof ihr nunmehr viertes Album in die Läden hieven, sich einer brachialen Mixtur aus Nu Metal und Thrash bedienen und mit ihrem Sound, sogar das Matterhorn in seinen Grundfesten erschüttern.
Die Antwort darauf gibt es am Schluss dieses Textes.
Nach einem kurzen und stimmungsvollen Intro, knallt einem mit Scream, ein echtes Songmonster entgegen, dass mit seinem Groove alles niederzuwalzen droht. Wobei bei diesem Song, auf eine zusätzliche, sehr rotzig klingende Frauenstimme zurückgegriffen wird, die somit einen interessanten Kontrast zum männlichen Gesang bildet. Danach, also in den folgenden Songs, wird dieses Stylemittel leider nicht mehr eingesetzt, was aber der Songqualität keinen Abbruch tut. Vielmehr präsentieren sich auch die anderen Stücke als wahre Nackenbrecher, ohne dass dabei auf Abwechslungsreichtum verzichtet werden muss. So wird der Gesang sehr variabel gehalten, immer wieder mit modernen Elementen angereichert, während die Instrumentalmannschaft, eine mächtige Wand aus Gitarrenriffs und harten Drumms erbaut und somit für die nötige Härte sorgt. Dadurch entstehen Songkracher wie Kill Myself, Scarface, Last Shot oder auch and That`s That und trotzdem, ist noch nicht die gesamte Bandbreite dieses Albums ausgeschöpft. Denn mit dem vergleichsweise Ruhigen Against, wird kurzerhand eine neue Seite offenbart und auch hier, vermag die Band zu überzeugen, was diesen Song zu einem kleinen Geheimtipp macht. Zum Abschluss der CD, kommt dann nochmals eine neue Komponente ins Spiel und der Song and That`s That, wird in einem Remix nochmals dargeboten. Wobei diese Version, wohl für viele Metalheads zu elektronisch sein wird, sich aber dennoch als interessante Zugabe entpuppt und somit, ein sehr gelungenes Album würdig zum Abschluss bringt.
Kommen wir nun zur Auflösung, der oben gestellten Quizfrage. Der Name jener Band, die mit Bulletproof ein sehr starkes Album abliefert, laute Ex-Ortation und man sollte sich diesen Namen wohl besser merken. Denn obwohl die Band aus der kleinen Schweiz stammt, braucht sie den Vergleich mit der internationalen Konkurrenz nicht zu scheuen und wird somit den Genrefreunden, wohl noch lange in positiver Erinnerung bleiben.
"Bulletproof" kann man in Deutschland über Heavy Horses Records beziehen, ansonsten möchte ich allen Interessierten noch einen Besuch auf der Labelhomepage ( Quam Libet Records ) nahe legen. Dort kann man sich den Song "Scream" runtersaugen und sich somit endgültig von der vorhandenen Qualitäten von Ex-Ortation überzeugen.
Nando Rohner – http://www.sounds2move.de/ / 24.08.2005
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