
| Corwen: Im Schatten des Lichts | ||||||
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Corwen - Im Schatten Des Lichts
Geschrieben von Andreas Weber
15.04.2006
So schräg wie das Cover (sieht aus wie eine Kinderzeichnung, hat aber trotzdem was stimmungsvolles und düsteres ans sich) präsentiert sich auch die Musik von Corwen. Irgendwo zwischen fiesem Doom, etwas Death, Sludgecore und Stoner Rock legen die Schweizer ein Werk vor, welches vor allem für düstere Seelen Balsam in den Ohren ist, zumindest bei den ersten acht Songs, aber dazu später mehr.
Mit dem Opener „Howard, the Beaver“ geht die Reise los und führt uns in die Siebziger, genauer gesagt in die Nachbarschaft zu einer Band welche unter dem Namen Black Sabbath Weltruhm erlangte. Allerdings gehen Corwen doch deutlich heftiger zu Werke, stimmen die Gitarren bis in die tiefste Gruft und der Sänger klingt deutlich rauer als ein Ozzy, driftet gar schon mal in Death-Gefilde ab. Bei Track Nummer zwei ist der Songtitel „Stampfer“ Programm, geht der Song doch in eine deutlich rockigere Richtung. Erwähnt muss werden, dass ein grosser Teil der Songs in deutscher Sprache gesungen ist. So kommt bei einem Titel wie „Methadon Programm“ sogar ein dezentes Punk-Feeling auf, obschon das Grundgerüst des Songs ebenfalls ganz klar stonerlastig ist.
Überhaupt ist der Gesang ab und zu ein Knackpunkt. Gerade die so rau gesungenen Passagen klingen ab und zu ein wenig gepresst, während der Sänger, wenn er so richtig aus sich heraus kommt und losschreit, wie etwa bei dem schweren Doom-Monster „The Land of Booze“, oder in bester Todesblei-Manier losgrowlt, wie phasenweise bei dem schleppenden „Vom Grün ins Fall’n“ eine wirklich gute Figur macht. Fast schon blackmetallisch kreischen kann er auch, wie bei der kurzen Knüppel-Nummer „Es Kilo Fleisch“. Erwähnenswert schliesslich noch der schwere Doomer „Gestern an der Kreuzigung“ (Songtitel des Jahres), welcher zwar ein wenig lang geworden ist, aber trotzdem mit starken, schweren Riffs zu gefallen weiss.
Soweit gefällt mir also „Im Schatten des Lichts“ ganz gut, auch wenn die Scheibe hier und da einige Längen aufweist. Kommen wir nun zu den letzten vier Tracks, welche ich mal eher als (überflüssige) Bonustracks betrachte (und sie nicht in die Wertung einfliessen lasse, sonst würde die Scheibe weitaus schlechter abschneiden). Der Titel „Äkileshit (Youarewhatyoueat)“ (vermutlich irgendeine Abwandlung von „Es Kilo Fleisch“) wurde noch mit dem Wörtchen „Remix“ angereichert (was bei mir normalerweise eh schon Magenkrämpfe verursacht) und ist ein über fünfminütiges, äusserst nerviges Klangchaos, welches mich tatsächlich zuerst daran glauben liess, dass mein CD-Player nun das Zeitliche segnet und in etwa so tönt, wie wenn man zehn verschiedene Radiosender mit lausigem Empfang gleichzeitig laufen lässt. „Nearlynotverstampft“, ebenfalls irgend ein Remix hat zwar etwas mehr Struktur, nervt aber nicht weniger. Irgendwie haben die Schweizer wohl einen seltsamen Sinn für Humor oder ich habe einfach irgend etwas nicht verstanden.
Nach diesen zwei Ohrenfolterungen kommen die beiden Unplugged-Versionen von „Handkerchief“ und „Howard, the Beaver“ einer lieblichen Erholung gleich, obschon sie für sich gesehen bei mir höchstens für ein grosses Gähnen sorgen.
Sehr eigene Platte also, aber durchaus interessant und bestimmt nichts für musikalische Kleingeister.
Tracklist:
01. Howard, the Beaver
02. Stampfer
03. Handkerchief
04. Methadon-Programm
05. Gestern an der Kreuzigung (womöglich war’n wir doch nicht dort)
06. Es Kilo Fleisch
07. Vom Grün ins Fall’n
08. The Land of Booze
09. Äkileshit (youarewhatyoueat) (Remix)
10. Nearlynotverstampft (Remix)
11. Handkerchief (Unplugged)
12. Howard, the Beaver (Unplugged)
Bewertung: 64 %
VÖ: 2005
www.corwen.sikknezz.ch
www.quamlibetrecords.ch
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Bands: Nowhere / Corwen
Location: Rock City (Uster /Schweiz)
Datum: 24.März 2006
Anlass: Support your local underground
Autor: Nando Rohner
Wenn ein Konzertabend unter dem Banner "Support your local underground" firmiert, dann sollte es wohl jedem klar sein, dass man es noch mit ehrlicher Musik von der Basis zu tun bekommt. Und so präsentierten sich an diesem Abend zwei Bands, die noch Musik um der Musik willen spielen und es im Rock City ordentlich krachen ließen.
Den Anfang machten die Rumpelmetaller von Corwen, deren Musik alles ist nur nicht leicht zu umschreiben. Denn wie auch schon auf ihrem Debütwerk "Im Schatten des Lichts" , zelebrierte die Band auch Live ihr ganz eigenes musikalisches Verständnis.Somit war ihr Auftritt eindeutig eine "Love it or Hate it" Angelegenheit, wobei meine Wenigkeit durchaus gut unterhalten wurde. Schon mit dem eröffneten "The Land of Booze" gelang es Corwen eine mächtige Gitarrenwand aufzubauen, die einem Roh und Brutal aus den Boxen entgegenschalte. Und genau jene dreckige und fiese Attitüde, die sich wie ein roter Faden durch alle Songs schlängelte, machte jenen Auftritt so speziell und auch hörenswert. Sei es nun mit bekannten Stücken wie dem alles zerschmetternden "Howard, the Beaver", dem tollwütigen "Es Kilo Fleisch", dem rockigen "handkerchief" oder auch neuen Songs wie z.B. "Helmet", Corwen hinterließen durchgehend einen ehrlichen und überzeugenden Eindruck. Und als Belohnung hierfür bangten sich zwei begeisterte Fans vor der Bühne den Verstand aus dem Leib, wobei die restlichen Zuschauerreaktionen durchaus auch positiv ausfielen. . Nach ca. 45 Minuten war der Spuck dann leider auch schon vorbei, verabschiedeten sich Corwen ganz artig und konnten die Gewissheit mit nach hause nehmen, dass sie einen sehr soliden Auftritt absolviert hatten.
Als zweite, und letzte Band des Abends, betraten Nowhere die Bühne und es fiel auf, dass einige Fans der Band ins Rock City gefolgt waren. Denn schon mit dem ersten Song konnten Nowhere eine mehr als ordentliche Publikumsreaktion ernten, wobei dieser Standart während der gesamten Auftrittes gehalten werden konnte. Im Allgemeinen machte die Band ihre Sache ganz gut, vor allem wenn man bedenkt dass die Mitglieder allesamt noch sehr jung sind. Und so mag man es Nowhere auch verzeihen, dass sie nicht so eigenständig wie Corwen rüber kamen, sondern sich an einer bekannten Mischung aus Grunge und Alternativ-Rock orientierten. Jene wurde dann aber auch technisch sehr überzeugend dargeboten, rockte die Band motiviert durch einen Song nach dem anderen und verkniff sich dabei größere Patzer. Das Publikum dankte es ihnen mit mächtig viel Action vor der Bühne, und mit immer wieder ertönenden Nowhere" Rufen. Und trotzdem war nach 60 Minuten auch für Nowhere Schicht im Schacht, wobei der verdiente Applaus der Band den Abgang merklich versüßte.
Nando Rohner - http://www.sounds2move.de/ / 28.März 2006
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CORWEN | Im Schatten Des Lichts
Quam Libet Records [Cover]
La première chose qui frappe, c'est la lourdeur et la noirceur dans lesquelles Corwen évolue. Une espèce de doom stoner modernisé comme en témoignent par exemple 'Vom Grün Ims Fall'm' ou 'The Land Of Booze', mais cantonner le groupe à un style précis est très difficile, celui-ci se forgeant, à grands coups de riffs ultra lourds, une identité propre. Enfin quand je dis propre, je devrais plutôt dire sale, lourde, oppressante et surtout très très heavy. Les guitares sont grasses à souhait et le chant (en allemand) passe du clair au hurlé d'une chanson à l'autre en démontrant que l'allemand peut être une langue très appropriée pour ce style de musique. Certains morceaux sont totalement décalés comme 'Es Kile Fleisch' digne d'un morceau grind ultra court et ultra brutal. Au total, huit morceaux + deux remixes + deux morceaux repris en acoustique (qui apportent réellement quelque chose ; la différence entre ces deux morceaux en électrique et en acoustique étant très intéressante) + une vidéo pour 'Howard, The Beaver', bref on en a pour son argent là.
www.corwen.sikknezz.ch [Indy]
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CORWEN "Im Schatten des Lichts" (Doomcore)
(Quam Libet Records)
Fies und dreckig. Das ist der Sound von Corwen. Die Songs kommen wie dickflüssige Lava aus den Boxen gekrochen und verbreiten Beklemmung. Den Jungs von Corwen ist eine sehr intensive CD gelungen, die hervorragend in die trüben Herbst- und Wintertage passt. Das liegt einerseits an dem düsteren, kranken Sound und andererseits an dem Gesang. Herrlich.
Es finden sich insgesamt 12 Songs auf der CD, wobei 2 Stücke ("Handkerchief" und "Stampfer" zusätzlich als Unplugged-Nummern enthalten sind. Das Video zu "Howard the Beaver" ist auch mit von der Partie. Die beiden Remixe "äkiloshit (youarewhatyoueat)" und "nearlynotverstampft" sind allerdings so überflüssig wie ein rostiger Nagel im Auge oder eine Bundeskanzlerin namens Angie. Industrial-Noise, schlimmer als Dive auf Koks und rückwärts. Diese beiden Tracks bekommen von mir das Prädikat "Platzverschwendung". Die 8 "regulären" Songs allerdings bekommen das Prädikat "hörenswert". Auf der Webseite http://corwen.sikknezz.ch gibt's Hörproben. Und kaufen könnt ihr die CD über www.thereapercomes.de. Anchecken lohnt sich für morbide Geister. (chris)
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Corwen – Im Schatten des Lichts (Quam Libet)
Text: Eve
Bild: Cover
[Cover]
Wenn die Sonne tiefer sinkt und die Schatten länger werden, dann kriechen Corwen aus ihren Löchern und verbreiten Angst und Schrecken. Düster und unendlich böööhse stampfen sie Blümchen in den Boden, klauen Kindern Lollis und tragen so dazu bei, die Welt ein kleines bisschen schlechter zu machen. Sie bevorzugen finstere, verruchte Orte und Grauen und Alpträume gehören zu ihnen wie zu anderen Licht und Sonnenschein. Dex`s Drum und Michaels Bass schlagen erbarmungslos die „schwarze Trommel“ und Cedrics heftige, druckvolle Gitarre singt dunkle Melodien während er seinen Frust in die Welt hinaus schreit als würde er sonst daran ersticken. Mit viel elektrischen Spielereien und teils frisierter Stimme springt ihre Musik von Metal zu Punk, von Rock zu Grunche und kommt wutentbrannt, unbezähmbar, aggressiv, wild und deftig daher. Vom „Hovard the beaver“, von dem im Übrigen auch das Video auf der Rondelle ist, zum „Stampfer“, bis hin zum Schattendasein eines Junkies im „Metadonprogramm“ und „Gestern an der Kreuzigung“, von der sie nicht ganz sicher sind, ob sie nun dabei waren oder womöglich doch nicht?, machen sie durchaus den Onkelz aus Deutschland Konkurrenz. Aber auf den Remix „äkiloshit“ hätten sie allerdings verzichten können. Es klingt in etwa so, als würde man im Radio einen Sender suchen und hat mit Musik nicht viel zu tun. Auch der zweite Remix der Scheibe ist nur mit viel Nachsicht und gutem Gehörschutz geniessbar. Aber bitte die CD deswegen nicht gleich ausschalten, denn wer dass macht, verpasst was... Also nur zwei Traks (die Remixes) überspringen, denn die beiden anschliessenden Unplugged-Juwelen sind die volle und ganze Aufmerksamkeit mehr als wert. Mit rauchiger Stimme, toller Gitarre und Trommel sind den Baslern zwei langsame, depressive und absolut geniale Stücke gelungen.
CD anhören und bestellen
www.corwen.sikknezz.ch
[Trespass.ch, 24Oct2005]
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CORWEN - Einen eigenwilligen Mix aus Rock, Metal, Alternative und Doom haben die Schweizer Corwen auf ihren Debüt "Licht des Schattens" für die Ewigkeit konserviert. Warum dieses Album laut unseres Nando als "voller musikalischer Paranoia" zu bezeichnen ist erfahrt ihr h i e r . mr : 08.10.2005
Corwen "Im Schatten des Lichts" - Plattenkritik / VÖ 24.09.2005
"Wer oder was sind Corwen?", werden sich wohl viele Leser fragen, die sich dazu entschlossen haben, meiner bescheidenen Kritik ein wenig Aufmerksamkeit zu schenken. Von daher möchte ich nun erklären dass Corwen weder eine Doom-, eine Alternativ-, eine Rock- oder Metal-Band sind, sondern alles in einem. Dabei präsentiert die aus Basel in der Schweiz stammende Band ein ganz eigenes Musikverständnis, bei dem weder auf Konventionen, Massentauglichkeit und normale Hörgewohnheiten Rücksicht genommen wird. Mit Im Schatten des Lichts legt die Band ein Debütwerk hin, das in seiner Grundstruktur nicht paranoider, in der Umsetzung nicht schräger und im Gesamtbild nicht verstörender ausfallen hätte können.
"Wie soll ich diese Musik umschreiben?", diese Frage stellte ich mir beim Anhören von Im Schatten des Lichts, als ich mir schon Gedanken um die zu schreibende Kritik machte. Denn der Sound, den Corwen kreieren, ist so ureigen, so speziell und auf Genregrenzen pfeifend, dass man das ganze fast nicht in Worte fassen kann. Egal, ob eine schwere Doomnummer (The Land of Booze), eher rockige Klänge (handkerchief), ein 30 sekündiger Wutausbruch (Es Kilo Fleisch), technoide Störgeräusche (äkiloshit(youarewhatyoueat) oder auch zwei Songs, die in einer besinnlicher Akustikversion zum Besten gegeben werden (Stampfer und handkerchief), das Album steckt voller musikalischer Paranoia. Jene äussert sich auch im Gesang, der von Aggressivität durchzogen ist, ungeschliffen aus den Boxen dröhnt und Texte vorträgt, die teils in Deutsch und in Englisch verfasst sind. Zu keinem Zeitpunkt machen es Corwen einem leicht, es wird einem in keiner Form ein Kompromiss angeboten: Entweder man mag das Dargebotene oder man mag es nicht. Dabei ist diese Grundeinstellung durchaus respektvoll zu würdigen, da es heutzutage einem kommerziellen Selbstmord gleichkommt, solch ein sperriges und auch verschrobenes Album wie Im Schatten des Lichts zu veröffentlichen. So biedern sich Corwen in keiner Weise an, zeigen sich vollumfänglich dem Underground verpflichtet, was sich auch in der rohen aber zum Sound passenden Produktion äußert.
"Hasst mich oder liebt mich!", scheint einem dieses Album förmlich entgegenzubrüllen, da hier beim besten Willen keine genaue Zielgruppe angesprochen wird. Vielmehr wird bei diesem Werk nur der persönliche Geschmack darüber entscheiden, ob man damit etwas anfangen kann oder nicht. Ich für meinen Teil finde Im Schatten des Lichts höchst interessant, da es sich dabei um ein Album handelt, das man nicht alle Tage in die Lauscher geknallt bekommt. Solche Werke sind das sprichwörtliche Salz in der Suppe, die wohl nur vom toleranten Musikfan wirklich gewürdigt werden, da hier noch etwas Eigenes dargeboten wird, ohne tausendmal gegangene Pfade zu beschreiten. Aus meiner Sicht ist bei Im Schatten des Lichts ein Reinhören durchaus Pflicht - und da wir schon beim Thema Reinhören sind, dann ladet euch doch auf der Labelhomepage ein paar MP3-Dateien runter und bildet euch am besten eine eigene Meinung. Ansonsten bleibt noch zu sagen, dass man dieses Album auch außerhalb der Schweiz, nämlich über Heavy Horses Records [in Deutschland] beziehen kann.
Nando Rohner – www.sounds2move.de/ / 07.10.2005
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