Reviews Majesty of silence 

 

Majesty of silence: Lichtstille
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EVILIZED  
 

Majesty Of Silence - Lichtstille 

Geschrieben von Andreas Weber 
12.04.2006 
 
Lichtstille Erhaben, majestätisch, bombastisch – das sind Worte, welche mir beim Anhören von „Lichtstille“ durch den Kopf gehen. Old School-Black Metal-Fans wird wohl ab dem ganzen Keyboard-Kleister das Corpsepaint vom Gesicht fallen, aber die sind sicher auch nicht die Zielgruppe von Majesty Of Silence, zumal sich hier auch haufenweise zuckersüsse Melodien finden, welche auch bei Bands wie Nightwish oder Within Temptation gut funktionieren würden.

Allerdings haben Majesty Of Silence doch weitaus mehr zu bieten, denn diese kurze Einleitung spiegelt lediglich die eine Facette des Sounds von „Lichtstille“ wieder. Sicher, die symphonischen Keyboards sind allgegenwärtig und können, wie etwa bei dem über achtminütigen „Dornenreich“ auch mal zuviel des Guten sein. Für Abwechslung wird aber immer wieder gesorgt und nebst den eingangs erwähnten, zuckersüssen Melodien finden sich auch haufenweise stimmungsvolle, teils gar düstere, melancholische aber auch aggressive Parts. Kommt dazu, dass ein Teil der Songs in deutscher Sprache gesungen ist und obschon vorwiegend bösartig gekeift wird, ist die Sache doch immer verständlich. Nebst Gekeife werden auch haufenweise cleane Gesangparts eingebaut, was die Stimmung der Songs unterstreicht.

Anspieltipps zu geben ist gar nicht so einfach, denn „Lichtstille“ ist eines jener Alben, welches einem als Ganzes oder eben gar nicht gefällt. Ein paar Songs möchte ich trotzdem hervorheben. Da wäre mal „Verwelkende Zeit“, welches im Zwischenteil durch die originelle Giarrenarbeit schon fast eine progressive Schlagseite bekommt. Das nachfolgende „Under the Forest“ dürfte aufgrund der melodiösen Gitarren in der zweiten Hälfte auch True-Metal-Fans ansprechen, solange sie sich am Keifgesang nicht stören. Das gleiche gilt für „Father Storm“. Daneben gibt es aber auch fast reinrassige Black Metal-Tracks wie „Hasses Schönheit“, bei welchem die Gitarre dominiert. Auch hier gibt es dann allerdings gothiclastige Cleangesänge und in der zweiten Hälfte wird schliesslich noch in Richtung Powermetal liebgeäugelt. In die selbe Kerbe schlägt „The Gate Guardian“, welches anfangs gar mit Blastspeed aufwartet. Mit dem etwas über zweiminütigen „Weltflucht“ klingt die Scheibe sehr ruhig aus, bevor einem am Schluss noch im wahrsten Sinne des Wortes neun Sekunden Stille („Silence“) umfangen.

Kritikpunkte sind die phasenweise wirklich etwas zu ausufernden und dominanten Keyboards. Hier wäre manchmal weniger mehr gewesen. Zudem sind einige Songs (vor allem das bereits erwähnte „Dornenreich“ oder der Schlusspart von „Zerbrochene Scherben“) doch etwas zu sehr in die Länge gezogen.

Trotzdem ist „Lichtstille“ eine hervorragende Symphonic Black/Dark-Metal Scheibe welche auch offene True/Powermetalfans, ansprechen dürfte, so lange sie sich nicht am derben Gesang stören.

Solltet ihr die Scheibe nicht im Laden finden, wendet euch an www.quamlibetrecords.ch wo es auch die beiden, mir unbekannten Vorgängerwerke zu kaufen gibt.

Tracklist:
01. The Hide of Enemy
02. To Eternity
03. Verwelken der Zeit
04. Under the Forest
05. Before the Storm
06. Embrace this Way
07. Father Storm
08. Hasses Schönheit
09. Dornenreich
10. The Gate Guardian
11. Zerbrochene Scherben
12. Weltflucht
13. Stille


Bewertung: 78 %
: März 2006
www.majestyofsilence.ch
 

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Trespass  
 

Majesty of silence - Lichtstille (Quam Libet Records/K-Tel)

Text: Monthy
Bild: Cover

Lichtstille


Neulich setzte ich mich mit Graf Dracula zusammen, um die entgleiste Diskussion und die unrühmlichen Ereignisse nach der Vorpremiere von Underworld Evolution in einem edlen Tropfen Blut zu ertränken. Weil ich also zur Ansicht gekommen war, dass meine Werwölfe etwas über die Stränge geschlagen hatten, lud ich den Alten Blutsauger nach Schloss Monthychristo ein, um mich in aller Form zu entschuldigen. Ähnliches muss meinem Kollegen im Sinn gestanden haben, denn er brachte mir zur Versöhnung eine CD mit. Das passte ganz gut, stellte sich doch heraus, dass wir beide den Sound gut mögen und überhaupt war auch die Band Majesty of silence ursprünglich ein Produkt von zwei Bands. 1996 taten sich Schlagzeuger Peter Papadimitriya, Gitarrist und Sänger Peter Mahler sowie Christian Geissmann, damals noch am Bass, heute auch an der zweiten Klampfe und am Mikro zusammen und verschrieben sich dem dunklen Schwermetal. Mit diesem, etwas knappen Lineup waren zwar keine Clubs zu erobern, dafür entwickelten sich Majesty of silence übers Debut Darkness has no End und dessen Nachfolger But there is a Light kontinuierlich und fielen bald Presseleuten oder Sampler-Produzenten auf. Seit Mitte 2005 komplettiert Keyboarder Simon Huber das Lineup von Majesty of silence und bringt klassische Elemente in die Kompositionen ein. Die geballte Kraft der Doppelbässe und die rhythmusstarken Riffs der Gitarre werden so je nachdem retro oder gothic gefärbt. Das wirkt im besten Fall, in den Songs "Under the forest" und "Hasses Schönheit" nämlich, wie aus einem Guss. Kritisch anmerken muss ich einzig, dass in klar gesprochenen, englischen Passagen der Schweizer Dialekt manchmal ein wenig durchschlägt. Meistens gehen Mos diesem Problem aber mit teuflischem Schreien, Kratzen und Krächzen aus dem Weg. Vier Texte auf Lichtstille sind sogar in Deutsch gehalten, was mir persönlich sogar besser gefällt als in Fremdsprache. Mein blutsaugender Gast widerspricht mir jedoch in diesem Punkt. Darüber hinaus, sind wir aber beide einig, dass diese CD uns Nachtwesen durch die hellen Tage zu bringen vermag - in der Lichtstille 
 
CD anhören und bestellen  
 
www.majestyofsilence.ch
 
[Trespass.ch, 05Apr2006]
 

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sounds2move.de  

Majesty of Silence „Lichtstille“ – Plattenkritik / VÖ 28.02.2006

Lichtstille

Ganze drei Jahre haben sich die Schweizer Black / Dark Metaler von Majesty of Silence zeit gelassen, um einen Nachfolger zum viel gelobten Zweitwerk "But there's a Light" nachzuschieben. Im anbetracht der Schnelllebigkeit innerhalb der Szene, in der so manche kleine Band nach längerer Abstinenz in Vergessenheit gerät, ist dies eine nicht unerhebliche Zeitspanne. Doch das Warten hat sich gelohnt!

Auf „Lichtstille“, so der Name des dritten Majesty of Silence Werkes, wird dem Hörer nichts Geringeres als ganz großes Kino dargeboten. Mit einer fast schon beängstigenden Selbstverständlichkeit erschaffen Majesty of Silence eine durch und durch mystische und erhabene Atmosphäre, und zelebrieren jene auf einer Spiellänge von über 60 Minuten. Dabei werden dank der mannigfaltigen musikalischen Umsetzung, die Gestade der Langeweile und Eintönigkeit geschickt umfahren. Jeder Song auf diesem Album strotzt nur so vor Ideen und magischen Momenten, nach denen sich so manch andere Band die Finger lecken würden. In jeder Hinsicht können Majesty of Silence überzeugen, sei es mit dem harschen Black Metal oder dem epischen klaren Gesang, den träumerischen Keyboardmelodien, den messerscharfen Gitarrenriffs oder den verschiedensten Tempowechsel. Und die Tatsache dass die Songtexte sowohl in Englisch als auch in Deutsch gehalten sind, sorgt hierbei noch für zusätzliche Abwechslung. So hämmern einem Songperlen wie das vorantreibende „To Eternity“, das bedrohliche und mit geilem Gitarrenpart ausgestattete „Verwelken der Zeit“,   das epische „Under the Forest“,   das von wunderschönen Keyboardklängen getragene „Embrace this Way“, das erhabene „Hasses Schönheit“, das leicht psychische und mächtige  „Dornenreich“, das Nackenbrecherische „The Gate Guardian“ oder das fast zehnminütige Epos „Zerbrochene Scherben“ entgegen, wobei sich jeder dieser Songs als ein wahrer Ohrwurm entpuppt. Doch da wäre ja noch jene düstere und Gänsehauterzeugende Hymne namens „Father Storm“, die es mir besonders angetan hat, und dennoch stellt sie nur ein weiteres Highlight dieses extrem starken Albums dar. Tja, und schon ist es passiert, habe ich doch glatt alle vorhandenen Songs aufgezählt und als potenzielle Anspieltipps empfohlen. Somit sollte es nun wohl jedem klar sein. dass man auf „Lichtstille“ auch nach intensivstem Hördurchgang keinen einzigen schlechten Song vorfinden wird, und ein Highlight das nächste Jagd.

Majesty of Silence haben mich mit ihrem dritten Album vollkommen überzeugt und begeistert, wobei ich mir sicher bin dass es auch dem geneigten Hörer so ergehen wird. Denn mit „Lichtstille“ haben die Schweizer ein kleines Meisterwerk kreiert das innerhalb der Eidgenössischen Metalszene seinesgleichen sucht, und auch die internationale Konkurrenz nicht zu scheuen braucht. Jeder Fan von atmosphärischem, epischem und erhabenem Black und Dark Metal, sollte sich dieses Album keinesfalls entgehen lassen.

Eine absolute Kaufempfehlung von mir! Beziehen kann man das Album über QLR ( www.quamlibetrecords.ch/ )

Nando Rohner - www.sounds2move.de / 10.03.2006


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